Was für ein Monat! Ich habe meinen kompletten Blog mit einer KI umgebaut, endlich einen Claim gefunden, der zu mir passt – und war zwischendrin im Mittelrheintal wandern und bei den Broilers auf der Loreley. Loslassen und neu ausrichten, drinnen wie draußen. Es gibt viel zu erzählen. 🙂
Loslassen und Neuausrichten – wenn ich den August in zwei Worte packen müsste, wären es diese. Zwei Worte, die in meiner Coaching-Arbeit eine große Rolle spielen, und die diesen Monat auch für mich selbst galten. Am sichtbarsten wurde das an einer Stelle: Ich habe meinen Blog von innen umgekrempelt – Altes rausgeworfen, neu ausgerichtet, gründlich aufgeräumt.
Was dabei alles passiert ist, erzähle ich dir gleich. Zwischendurch war ich raus, ins Mittelrheintal, für ein Wochenende mit Rheinsteig und einem Konzert auf der Loreley. Und mein Blog hat endlich einen neuen Claim bekommen, der wirklich zu mir passt. So viel vorweg in meinem Monatsrückblick für den August. Komm mit hinter die Kulissen. 🙂
Ich habe meinen Blog mit einer KI komplett umgebaut – Claude verdammt!
Angefangen hat alles mit Judiths Summer Blogging School. Sie startete bereits im Juli. Von vorneherein war klar: Wir arbeiten ausschließlich mit KI. Und ich habe mich total darauf gefreut. Was ich nicht ahnte, war, wie weit wir am Ende kommen würden. Der helle Wahnsinn. 🙂
Das Erste, was wir gebaut haben, waren zwei kleine „Skills“ – einen für meine Stimme und einen für meine Person. Später erstellten wir unter anderem noch einen Markenskill. Klingt technisch, ist aber das Gegenteil: Ich habe der KI beigebracht, wie ich klinge, damit nichts entsteht, was sich glatt und fremd anfühlt. Und ab da wurde es groß.
Wir haben die Startseite auf ein echtes Keyword ausgerichtet (vorher war meine Überschrift schlicht das Logo – also nichts), angefangen, einzelne Artikel mit einem SEO- und GEO-Verfahren aufzupolieren, ALT-Texte und Metadaten ergänzt, interne Verlinkungen sortiert und verwaiste Seiten aufgespürt und noch vieles mehr.
Direkt im Anschluss kam noch ein Relaunch-Day. Da haben wir uns die Core Web Vitals ganz genau angesehen – das sind die Kennzahlen, mit denen Google misst, wie schnell und stabil eine Seite lädt – und sie hochgezogen, vor allem die mobilen Werte, die sonst gern das Sorgenkind sind. Und die sind besonders wichtig, weil die meisten Leserinnen und Leser mobil auf meine Seite kommen. SEO und Best Practice standen am Ende bei 100, und die mobile Leistung der Startseite ging von 62 auf 92 Punkte – die springt zwar gerne, aber unterm Strich hat sich enorm viel getan.
Bei der Barrierefreiheit war für mich bei 96 Schluss – der Rest ist ein Fehler im Theme, den nur der Entwickler beheben kann, da komme ich selbst nicht ran. Außerdem haben wir in diesem Rahmen die Startseite komplett überarbeitet und neu gestaltet, zahlreiche Plugins deinstalliert und teilweise durch andere ersetzt, im Anschluss die Datenbank aufgeräumt, alte Slugs gelöscht – alles aufzuzählen würde den Rahmen hier sprengen.

Das Wichtigste ist aber nicht die Punktzahl. Das Wichtigste ist das Gefühl, dass mein 12 Jahre altes Blog sich plötzlich wieder wie ein gepflegtes Zuhause anfühlt und nicht wie ein Dachboden, auf dem sich seit 2014 die Kisten stapeln. Und dass ich diesen ganzen Blog-Relaunch mit KI nicht allein an einem Wochenende stemmen musste, sondern Schritt für Schritt, mit einem geduldigen Claude an der Seite, der auch nach dem zehnten „und jetzt noch das hier“ nicht genervt war. 😉
Und eine letzte Sache, über die ich mich besonders freue: Es gibt jetzt eine Erfolgswand. Unter „Das sagen andere“ sammle ich echte Stimmen von Menschen, die mit mir gewandert sind, bei mir im Coaching waren oder etwas anderes bei mir gemacht haben – zum Beispiel mein Freebie „Immer dieselbe Geschichte“ durchgearbeitet. Die standen vorher verstreut irgendwo herum – jetzt haben sie endlich einen Ort. 🙂
Und das Schöne: Direkt auf der Seite ist unten ein kleines Formular eingebaut. Wenn du magst, kannst du dort deine eigene Bewertung hinterlassen – sie wandert dann direkt auf die Erfolgswand. Ich freue mich über jede Stimme!
Mein neuer Claim – „Ein Schritt reicht. Dann der nächste.“
Auch das ist in der Summer Blogging School entstanden: mein Claim, meine Dreier-Kombo (Wandern ✦ Coaching für Frauen ✦ Inneres Wachstum) und mein Elevator-Pitch. Ganz ohne Claim war ich die Jahre davor nicht – von 2021 bis 2025 stand über allem „Geboren, um zu wandern“. Der hat lange gepasst, nur eben nicht mehr, seit ich kein reines Wanderblog mehr bin und auch coache.
Also habe ich ihn abgewandelt, und dann ging es Schlag auf Schlag: In kurzer Zeit hatte ich drei neue Kandidaten, bis dieser hier übrig blieb: Ein Schritt reicht. Dann der nächste. Die ganze Reise mit allen Zwischenstationen erzähle ich im unten verlinkten Artikel.
Ich mag ihn so, weil er beim Wandern genauso stimmt wie im Coaching. Auf dem Berg schaue ich auch nicht die ganze Zeit zum Gipfel hoch. Ich setze einen Fuß vor den anderen, und irgendwann bin ich oben. Bei den Themen, die sich im Leben immer wiederholen, ist es genau dasselbe.
Veränderung passiert nicht in einer Session und nicht an einem Wochenende. Sie passiert Schritt für Schritt, und keinen davon kann man überspringen. Der Satz nimmt die Angst vor der großen Veränderung – und macht trotzdem klar: Losgehen musst du selbst.
Und er passt auch zu meinem Markennamen. „Ausgelatschte Schuhe“ habe ich mir damals als reine Wanderbloggerin ausgedacht, lange vor dem Coaching. Dass da noch eine zweite Ebene drinsteckt – die inneren Wege, die ich selbst gegangen bin und immer noch gehe – ist mir erst viel später aufgegangen. Ausgelatscht heißt eben nicht fertig.
Wie aus zwölf Jahren Wanderblog mehr geworden ist, habe ich hier aufgeschrieben: „Ein Schritt reicht. Dann der nächste.“
Ein Wochenende im Mittelrheintal – Braubach, Marksburg und die Broilers auf der Loreley
Bei so viel Bildschirm brauchte ich dringend wieder Boden unter den Füßen. Also raus, Anfang August, alleine ins Mittelrheintal. Meine Unterkunft lag in Braubach, direkt unterhalb der Marksburg – die thront da wirklich beeindruckend über dem Ort, und es tut gut, morgens rauszuschauen und als Erstes eine Burg zu sehen. 🙂
Gewandert bin ich rund um Braubach, mehrere kleine Teilstücke, keine ganze Etappe – diesmal ging es mir nicht ums Kilometersammeln, sondern schlicht ums Draußensein. Ein Stück war ein Wiedersehen: 2019 bin ich hier im Rahmen unseres Alpenüberquerungs-Trainings von Ehrenbreitstein bis nach Braubach gelaufen, und ein Teil dieses Weges lag jetzt wieder unter meinen Schuhen. Schön, wie so ein Weg Erinnerungen speichert.
Der eigentliche Grund für das Wochenende war aber ein Konzert – mein allererstes auf der Loreley. Die Broilers haben gespielt, Punkrock quasi aus meiner alten Düsseldorfer Ecke. Es war irre heiß, das ganze Wochenende und an dem Abend erst recht. Zwei Dinge sind hängengeblieben.
Das eine, ein bisschen schade: Die üblichen Circle Pits waren verboten, weil das Gelände uneben ist und von oben nach unten abfällt – Moshpit auf einem schrägen steinigem Gelände wäre vermutlich wirklich keine gute Idee gewesen. Das andere, weniger lustig: eineinhalb Stunden anstehen für ein Getränk. Bei den Temperaturen ein echtes Brett. Und natürlich hat sich dann jeder nicht nur eins geholt – was die Schlange auch nicht kürzer gemacht hat. 😉
Und trotzdem: auf diesem sagenumwobenen Felsen zu stehen, über dem Rhein, bei Musik und Abendhitze – das war genau die Art Wochenende, die mich daran erinnert, warum das Draußen und das Drinnen für mich zusammengehören.






Was ich im August gebloggt habe
- Koasa Trail wandern: In 5 Etappen um den Wilden Kaiser – aus einem überlangen Sammelartikel ist eine saubere Übersichtsseite geworden, mit Etappen, Höhenmetern, GPX-Tracks und Unterkünften.
- Koasa Trail Etappe 5: Heilwasser, Wasserfall und ein Alm-Öhi – die schönste Etappe rund um den Wilden Kaiser, komplett neu aufbereitet.
- Bielefeld am Hermannsweg: Warum ich zweimal hinfahren musste – eine Stadt, die ich erst beim zweiten Anlauf wirklich gesehen habe.
- Blogparaden-Zusammenfassung: Allein losgegangen – 5 Geschichten – fünf Frauen erzählen, was ihnen Angst gemacht hat und was stärker war.
- Das umfassende Coaching-Glossar – 40+ Begriffe aus Persönlichkeitsentwicklung und Coaching, die ich in meiner Arbeit wirklich benutze.
- Zwischen Wald, Gipfel und Glaubenssätzen: 96 Tipps aus Wandern und Coaching – meine große Tipp-Sammlung aus über 15 Jahren Wandern und 7 Jahren Coaching: vom ersten Solo-Schritt bis zum inneren Bodyguard.









1 Kommentar
Heike Espeter
31. August 2026 um 11:57Hallo Bina,
ich freue mich für Dich, dass Du auch Deinen blog aufgesetzt hast und sogar einen Claim für Dich gefunden hast. Es kling sehr interessant was Du alles aus der Summer Blogging School mitgenommen und umgesetzt hast. Neugier bleibt zurück. Liebe Grüße Heike