Allein wandern Selbstvertrauen

Blogparaden-Zusammenfassung: Allein losgegangen – 5 Geschichten

Eine Wanderin steht beim alleine wandern auf einem Felsvorsprung hoch über dem Rhein.

Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026

Fünf Bloggerinnen, fünf Wege, ein Gefühl: Die Angst war da – und sie sind trotzdem losgegangen. Ein Auslandssemester in Tokyo, ein leerer ALDI-Parkplatz in Brisbane, eine Kündigung ins Nichts, Umzüge über 1.000 Kilometer und 165 km RheinBurgenWeg. Das sind die Beiträge zu meiner ersten Blogparade.


Meine erste Blogparade – und ihr habt sie mit Leben gefüllt ❤️

Ich gebe zu: Als ich Ende Juni auf „Veröffentlichen“ geklickt habe, war da eine kleine Stimme im Kopf. Du weißt schon, mein innerer Bodyguard. Die fragte so ungefähr: „Und was, wenn niemand mitmacht?“

Und dann habe ich – Trommelwirbel – exakt gar nichts dafür getan. Kein Marketing. Keine Reels, keine Stories, kein „Hey, macht doch mit!“ auf Instagram. Ich war (und bin) gerade ziemlich Social-Müdia. 🙂 Das einzige Marketing kam von meinem Blogcoach Judith, die alle Blogparaden aus unserer Runde auf Social Media und in ihrem Newsletter geteilt hat. Danke, Judith!

Und trotzdem: Meine allererste Blogparade „Allein losgegangen: Was mir Angst gemacht hat – und was stärker war!“ ist zu Ende – und inklusive mir waren fünf Bloggerinnen dabei, die ihre Geschichte erzählt haben. Fünf sehr unterschiedliche Geschichten übrigens.

Da ist ein Auslandssemester in Tokyo, aus dem eigentlich Tibet werden sollte. Ein leerer ALDI-Parkplatz in Brisbane. Eine Kündigung, die das ganze Umfeld schockiert hat. Umzüge über 1.000 Kilometer, ohne Wohnung und ohne einen einzigen bekannten Menschen vor Ort. Und mein RheinBurgenWeg mit 165 km und gefühlt 1000 Ängsten im Rucksack.

Ganz verschiedene Wege, ganz verschiedene Schuhe. Aber alle laufen irgendwie in dieselbe Richtung: Die Angst war da. Sie ist auch nicht einfach verschwunden. Sie ist mitgegangen – und wir sind trotzdem losgegangen.

Genau das wollte ich lesen, als ich die Frage gestellt habe. Und genau das habe ich bekommen. Danke dafür!

Hier kommen jetzt alle Beiträge, einer nach dem anderen. Nimm dir Zeit, klick dich durch und lies die Originale – die sind nämlich alle deutlich mehr wert als meine paar Zeilen Zusammenfassung. 🙂

Hier sind alle Artikel zum Thema „Allein losgegangen: Was mir Angst gemacht hat – und was stärker war!“, einschließlich meines eigenen.

Beziehungen, Freundschaften, Job – manchmal fühlt es sich an, als würde immer derselbe Film laufen, nur mit anderen Figuren. Was das mit deiner Kindheit zu tun hat und wie du anfängst, es zu sehen und aufzulösen:
Mein kostenloses Freebie zeigt es dir!

1. Peggy Bendler: Field Notes: Zwischen Kopfkino und Mut – Mein Weg nach Japan

Eigentlich wollte Peggy für ihr Auslandssemester nach Tibet – doch die Pandemie machte diesen Traum zunichte. Was blieb, war eine Tür, die sich leise öffnete: Tokyo. Sie erzählt von fünf Monaten in der größten Stadt der Welt, von Sprachbarrieren, Regalen voller unlesbarer Schriftzeichen und einer Packung getrocknetem Fisch, die sie für Cracker gehalten hat.

Und sie erzählt von ihrem Kopfkino, das ihr vor der Abreise Erdbeben-Szenarien vorspielte, während Statistiken sagten, alles sei sicher. Ihre Erkenntnis: Angst lässt sich nicht wegrecherchieren – aber man kann lernen, neben ihr zu sitzen, zu atmen und trotzdem loszugehen. Ein Text darüber, dass Mut nicht Angstfreiheit bedeutet, sondern Ehrlichkeit.

2. Johanna Fleischmann: „Vielleicht sollten wir noch viel öfter alleine losgehen?!“

Johanna hat keinen eigenen Artikel geschrieben, dafür aber im Kommentarfeld eine Antwort hinterlassen, die es in sich hat. Für sie heißt allein losgehen nicht nur, wortwörtlich loszulaufen, sondern eine Veränderung zu wagen, die sich groß anfühlt – und davon hatte sie in ihrem Leben schon unzählige. Zweimal ist sie 800 beziehungsweise 1.000 Kilometer weit umgezogen, ohne eine Wohnung zu haben oder auch nur einen Menschen vor Ort zu kennen.

Sie ist mit ihrem Hund quer durch Deutschland und Österreich zu einem Job auf einer Alm gereist und nach Südafrika geflogen, ohne zu wissen, ob sie am Flughafen wirklich jemand abholen würde. Ihr Fazit: Jedes Mal ist sie über sich hinausgewachsen – und vielleicht sollten wir deshalb alle noch viel öfter allein losgehen.

3. Elisabeth Morri: Allein gegangen: Wenn der Mut größer ist als die Angst vor dem Ungewissen

Zwölf Jahre Volksschullehrerin, zuletzt Schulleiterin von gleich zwei Schulen mitten in der Corona-Zeit – Elisabeth, die sich online Klio nennt, hatte alles, was nach Sicherheit aussieht: Beamtenstatus, festes Gehalt, Ansehen. Und dann hat sie gekündigt, ohne Sicherheitsnetz, ohne doppelten Boden. Sie beschreibt ehrlich, wie groß die Angst vor diesem Sprung ins Nichts war und wie sehr ihre Entscheidung das Umfeld schockiert hat.

Was stärker war, war das Wissen, dass ihr System zerbricht, wenn sie aus reiner Sicherheitsdenke in Räumen bleibt, aus denen sie längst herausgewachsen ist. Halt gab ihr dabei die Arbeit mit ihrem eigenen Geburtshoroskop, das ihr zeigte, dass ihre Seele Selbstbestimmung braucht. Heute begleitet sie als Mentorin andere Frauen bei genau diesem Schritt – und gibt am Ende ihres Textes fünf Journaling-Impulse mit auf den Weg.

4. Marion Glück: Vom Rücksitz auf den Fahrersitz meines Lebens

Australien, 2007, Auslandssemester in Brisbane: Marion sitzt monatelang hinten im Auto, während ihr Mitbewohner Shawn fährt – erst bequem, dann zunehmend wie ein Korsett, das ihre Freiheit einschnürt. Linksverkehr, Lenkrad rechts, Schaltknüppel links: Im Kopf hatte sie längst jeden möglichen Unfall durchgespielt. Also mietet sie ein Auto und übt auf einem leeren ALDI-Parkplatz – groß genug, um sich zu blamieren, ohne dass es jemand mitbekommt.

Die erste echte Fahrt nach Byron Bay zum Sonnenaufgang verändert alles, weil sie danach selbst entscheiden kann, wohin es geht. Marion erzählt dazu von einem Muster, das sich durch ihr Leben zieht: Führerscheinprüfung, Harvard-Kurs, Verlagsgründung – alles heimlich, alles trotz Zweifeln. Ihre Kernbotschaft: Selbstvertrauen entsteht nicht, wenn die Angst weg ist, sondern beim Üben, während sie noch da ist.

5. Sabine Schönberg (Bina): Allein losgegangen: Was mir Angst gemacht hat – und was stärker war!

Eigentlich sollte der RheinBurgenWeg 2020 ein Gruppenprojekt werden – eine Etappe pro Monat, bis der ganze Weg geschafft ist. Dann kam Corona, und nach der zweiten Etappe war klar: So wird das nichts. Also entschied ich mich, die restlichen elf Etappen alleine zu gehen. 165 Kilometer, am Stück, zum ersten Mal solo. Gefühlt 1000 Ängste kamen mit: Schaffe ich das körperlich? Was, wenn der Weg zu schwer wird? Was, wenn mir unterwegs etwas passiert?

Und jeden Tag die Sorge um die Hotelreservierung in einem Sommer, in dem Hotels gerade erst wieder öffnen durften. Stärker war die Vorfreude – und am Ende, auf den letzten Kilometern nach Bingen, stand fest: Keine einzige dieser Ängste war berechtigt gewesen. Meine wichtigste Erkenntnis: Ich kann mir selbst vertrauen. Und: Entscheide zuerst, ob du etwas willst. Das Wie zeigt sich beim Gehen.

Und du?

So. Fünf Geschichten, fünf Wege, fünf Mal die Erkenntnis: Die Angst geht nicht weg, bevor man losgeht. Sie geht einfach mit.

Ich fand es unglaublich schön, das zu lesen. Weil ich beim Schreiben meines eigenen Beitrags noch dachte, das mit den 1000 Ängsten sei irgendwie mein persönliches Ding. Ist es offensichtlich nicht. 🙂

Und ehrlich: Ich nehme aus dieser Blogparade auch etwas für mich mit. Nämlich dass ich das nochmal machen werde – und beim nächsten Mal vielleicht sogar mit ein bisschen Marketing. Mal sehen, wie es um meine Social-Müdia dann steht.

Ein dickes Dankeschön an Peggy, Johanna, Klio und Marion, dass ihr eure Geschichten geteilt habt. Und an Judith fürs Weitertragen.

Jetzt bist du dran: Gibt es eine Situation in deinem Leben, in der du allein losgegangen bist, obwohl die Angst lauter war als die Vorfreude? Erzähl es mir gern in den Kommentaren – ich lese jeden einzelnen. ❤️

Wandere achtsam – auf dem Weg und auf deiner inneren Reise.

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