Eimol öm Kölle röm – und zwar zu Fuß! Ich hätte nie gedacht, wie idyllisch es rund um eine Millionenstadt sein kann. Auf den KÖLNPFAD und seine 11 Etappen bin ich 2018 durch das „KÖLNPFAD Ultrawandern“ gestoßen. Sechs Wochen nach meinem ersten Training bin ich meinen ersten 50er gewandert, und seitdem habe ich Köln mehrfach umrundet.
KÖLNPFAD: Das Wichtigste in Kürze
KÖLNPFAD auf einen Blick: 171 km in 11 Etappen einmal rund um Köln, jede Etappe zwischen 9 und 22 km lang.
Start/Ziel: Rodenkirchener Brücke, Köln-Rodenkirchen
Höhenmeter: rund 850 m, flach und einsteigerfreundlich
Schwierigkeit: leicht
Markierung: weißer Kreis auf schwarzem Grund
Betreut von: Kölner Eifelverein, eröffnet 2008
Anreise: Alle Etappenstarts liegen an KVB-Haltestellen oder S-Bahnhöfen
GPX-Tracks: für alle Etappen beim Kölner Eifelverein
Hier findest du alle 11 KÖLNPFAD Etappen mit km, Start und Ziel, die aktuellen Umleitungen 2026, GPX-Tracks und meine Tipps für die Planung mit Bus und Bahn.
(Anm. d. Redaktion: Ich bin den KÖLNPFAD schon mehrfach gegangen, die Berichte zu den einzelnen Etappen schreibe ich nach und nach. Stay tuned!)

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Von Rodenkirchen „Eimol öm Kölle röm“
Der KÖLNPFAD wurde im Sommer 2008 eröffnet und führt auf 171 km, aufgeteilt in 11 Etappen, einmal um Köln. Die erste Etappe startet an der Rodenkirchener Brücke, wo auch die letzte endet. Die Etappen sind zwischen 9 und 22 km lang, und alle beginnen und enden in der Nähe von Bus und Bahn. So kommst du ohne Probleme hin und wieder zurück.
Das Wegzeichen ist ein weißer Kreis auf schwarzem Hintergrund. Der Kölner Eifelverein markiert, kontrolliert und pflegt den KÖLNPFAD regelmäßig.
KÖLNPFAD Etappen: Alle 11 Etappen im Überblick
Der KÖLNPFAD ist ein Rundweg, du kannst also an jeder Etappe einsteigen. Jede Etappe startet und endet an einer Haltestelle – du brauchst weder Auto noch Shuttle.
| Etappe | Start & Ziel | Länge | Aufstieg | Abstieg | Start-Haltestelle |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Rodenkirchen – Klettenberg | 22 km | 90 m | 90 m | Heinrich-Lübke-Ufer |
| 2 | Klettenberg – Bocklemünd | 18 km | 80 m | 80 m | Klettenbergpark |
| 3 | Bocklemünd – Roggendorf/Worringen | 16 km | 40 m | 50 m | Bocklemünd |
| 4 | Worringen – Merkenich | 11 km | 50 m | 60 m | S-Bahnhof Worringen |
| 5 | Merkenich – Mülheim | 13 km | 40 m | 40 m | Merkenich |
| 6 | Mülheim – Schlebusch | 14 km | 80 m | 60 m | Wiener Platz |
| 7 | Schlebusch – Thielenbruch | 12 km | 80 m | 70 m | Schlebusch |
| 8 | Thielenbruch – Bensberg | 18 km | 250 m | 140 m | Thielenbruch |
| 9 | Bensberg – Wahn | 18 km | 70 m | 170 m | Bensberg |
| 10 | Wahn – Zündorf | 20 km | 50 m | 40 m | S-Bahnhof Porz-Wahn |
| 11 | Zündorf – Rodenkirchen | 9 km | 60 m | 40 m | Zündorf |
Die KÖLNPFAD Etappen kurz beschrieben
Etappe 1: Rodenkirchen – Klettenberg (22 km)
Von der Rodenkirchener Brücke durch den Weißer Rheinbogen, am Forstbotanischen Garten und am Kalscheurer Weiher vorbei und durch den äußeren Grüngürtel nach Klettenberg. Am Kalscheurer Weiher ist übrigens mein erster 50er gestartet – von dort ging es gegen die offizielle Richtung bis nach Grengel.
Etappe 2: Klettenberg – Bocklemünd (18 km)
Am Geißbockheim vorbei zum Decksteiner Weiher und durch den Stadtwald über Müngersdorf nach Bocklemünd.
Etappe 3: Bocklemünd – Roggendorf/Worringen (16 km)
Über Pesch und Esch in den Kölner Norden nach Roggendorf/Thenhoven.
Etappe 4: Worringen – Merkenich (11 km)
Vom Intze-Turm durch den Worringer Bruch zum Rhein und über die Rheindörfer Langel, Rheinkassel und Kasselberg nach Merkenich.
Etappe 5: Merkenich – Mülheim (13 km)
Am Fühlinger See entlang, über Longerich und Niehl zum Rhein, über den Molenkopf am Niehler Hafen und die Mülheimer Brücke nach Mülheim.
Etappe 6: Mülheim – Schlebusch (14 km)
Am Rheinufer entlang über Stammheim bis Flittard, dann über Wiesen, Felder und durch den Wald nach Schlebusch.
Etappe 7: Schlebusch – Thielenbruch (12 km)
Durch den Dünnwalder Wald an der Diepeschrather Mühle vorbei nach Thielenbruch.
Etappe 8: Thielenbruch – Bensberg (18 km)
Über Gierath, an der Saaler Mühle vorbei hinauf nach Breite und durch Hardt und Milchborntal bis zum Schloss Bensberg. Die Etappe mit den meisten Höhenmetern.
Etappe 9: Bensberg – Wahn (18 km)
Durch den Königsforst über den Monte Troodelöh und durch die Wahner Heide über Porz-Grengel nach Wahn.
Etappe 10: Wahn – Zündorf (20 km)
Über Libur und Lülsdorf zum Rhein und flussabwärts über Langel und die Freizeitinsel Groov nach Zündorf.
Etappe 11: Zündorf – Rodenkirchen (9 km)
Rheinabwärts über Porz, Westhoven und Poll zurück zur Rodenkirchener Brücke. Die kürzeste Etappe und perfekt für einen halben Tag.
KÖLNPFAD aktuell: Umleitungen auf den Etappen 2026
Stand Oktober 2026, laut Kölner Eifelverein
- Etappe 4: Bei Worringen wurde der Weg verlegt, um das gefährliche Stück an der Neusser Landstraße zu umgehen. Die neue Strecke ist markiert.
- Etappe 5: Die Fußgängerbrücke am Niehler Hafen ist repariert, seit März 2025 läufst du wieder am Rhein entlang.
- Etappe 6: Wegen Brückenarbeiten an der Mülheimer Brücke ist der Weg rechtsrheinisch verlegt.
- Etappe 10: Zwischen Langel und Lülsdorf ist der Weg am Langeler Auwald blockiert, die Umleitung läuft über die Dammkrone.
Mein Tipp: Lade dir die GPX-Tracks direkt beim Kölner Eifelverein herunter. Dort werden sie bei Änderungen aktualisiert.
Meine liebsten KÖLNPFAD Etappen: 8 und 9 zwischen Thielenbruch und Wahn
Am besten gefällt mir der Abschnitt rund um Bensberg und den Königsforst – also die Etappen 8 und 9. Das ist auch der einzige Teil des KÖLNPFAD, der etwas mehr Höhenmeter hat. Du wanderst am Schloss Bensberg vorbei und tauchst danach in den Königsforst ein. Wer nur Zeit für ein oder zwei Etappen hat: Fang hier an!
Mehr als Wandern: Ultrawandern auf dem KÖLNPFAD
Zuerst dachte ich: 50 km oder gar 100 km an einem Stück wandern? Das ist doch bekloppt – das schaffe ich nie! Im Rahmen der Trainings galt es jeweils 25 km zu erwandern, das klang machbar. 😉 Doch nach dem ersten Training war ich echt fertig. Wir gingen mit knapp 30 km die Etappen 8 und 9. Undenkbar an DIESEM Tag, dass ich auch nur einen einzigen Kilometer mehr laufen sollte… Und dann kam alles anders:
- Ich nahm an einigen Trainingswanderungen teil
- lernte dabei ganz viele tolle Menschen kennen
- wanderte 6 Wochen später meinen ersten 50er auf dem KÖLNPFAD
- stellte fest, wie idyllisch es um eine Großstadt herum sein kann
- traf beim Wandern noch mehr nette Leute… 😉
Gestartet sind wir am Kalscheurer Weiher, und gegen die offizielle Richtung ging es über Rodenkirchen, Zündorf und Wahn bis nach Grengel. So habe ich 2018 rund 120 km rund um Köln zurückgelegt und eine ganz besondere Beziehung zu einem Wanderweg entwickelt, den ich bis dahin gar nicht kannte.
Und genau das nehme ich bis heute mit: Wie oft erklären wir etwas für unmöglich, bevor wir es überhaupt ausprobiert haben?
Wanderberichte zu den KÖLNPFAD Etappen
Hier findest du meine ausführlichen Berichte mit Karte und GPX-Track. Weitere Etappen folgen nach und nach.
- Entlang des Rheinufers und durch die Felder von Wahn nach Zündorf
- Vom Yachthafen Zündorf zur Rodenkirchener Brücke
- Durch den Kalscheurer Weiher von Rodenkirchen nach Klettenberg
Was macht den KÖLNPFAD so besonders?
Was den KÖLNPFAD von anderen Fernwanderwegen unterscheidet, ist die unerwartete Vielfalt der Landschaften direkt vor der Haustür einer Millionenstadt. Wer Köln kennt, denkt zuerst an den Dom, den Rhein und das Stadtleben – doch der KÖLNPFAD zeigt dir eine völlig andere Seite der Stadt. Auf 171 Kilometern wechseln sich Rheinwiesen, Wälder, Felder, Moore, Parks und Industriekultur ab. Kaum zu glauben, dass das fast alles innerhalb der Kölner Stadtgrenzen liegt.
Der Weg ist rundum gut markiert: Das Wanderzeichen – ein weißer Kreis auf schwarzem Grund – taucht zuverlässig an Wegkreuzungen, Bäumen und Pfosten auf. Trotzdem empfehle ich dir, die kostenlosen GPX-Tracks aufs Smartphone zu laden. Besonders in den Übergängen zwischen Siedlungen und Natur ist die Markierung manchmal unauffällig.
Natur pur: Die schönsten Naturräume entlang des KÖLNPFAD
Der Norden Kölns überrascht mit der weiten Rheinlandschaft rund um Worringen. Das Naturschutzgebiet Worringer Bruch auf Etappe 4 ist ein einzigartiges Feuchtgebiet mit alten Silberweiden, das an einen urzeitlichen Auwald erinnert. Die Etappen durch den Norden der Stadt – von Worringen über Merkenich bis nach Mülheim – führen an weiten Rheinwiesen entlang, die im Frühling von leuchtend gelben Rapsfeldern umrahmt werden. Im Frühsommer staksen Weißstörche und Graureiher über die feuchten Wiesen.
Im Osten wartet auf Etappe 9 mit dem Königsforst eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete der Region. Der gut 2.500 Hektar große Mischwald ist das grüne Herz des KÖLNPFAD und bietet schattige Wege auch bei Sommerhitze. In den Wäldern leben Wildschweine, Rehe und viele Vogelarten. Was du tust, wenn dir ein Wildschwein begegnet, habe ich dir in meinen 7 Regeln aufgeschrieben. Im Königsforst liegt auch der Monte Troodelöh – mit 118 Metern der höchste natürliche Punkt Kölns. Der Name spielt augenzwinkernd auf die alpinen Gipfel an, und ein Abstecher lohnt sich allein schon fürs Gipfelfoto.
Wer noch mehr von diesem Wald sehen möchte: Auch der Bergische Weg führt auf Etappe 7 durch den Königsforst – und sogar über den Monte Troodelöh.
Südöstlich schließt sich die Wahner Heide an – ein ehemaliges Militärgelände, das heute als Naturschutzgebiet besonders geschützt ist und seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bietet. Heidekraut, Wacholderbüsche und kleine Teiche prägen das Bild. Die Heide ist ein spannender Kontrast zum dichten Königsforst und einer der landschaftlichen Höhepunkte der ganzen Runde.
Geschichte und Kultur am Wegesrand
Der KÖLNPFAD ist nicht nur ein Naturerlebnis, sondern auch eine Reise durch Kölner Stadtgeschichte. 11 Informationstafeln entlang der Strecke erzählen von geschichtlich und kulturell spannenden Orten. Ein paar Highlights, sortiert nach Etappen:
Etappe 1: Gleich zu Beginn kommst du am Forstbotanischen Garten und am Kalscheurer Weiher vorbei, einem beliebten Naherholungsgebiet im Kölner Süden.
Etappe 6: Von Mülheim läufst du am Rheinufer entlang nach Stammheim. Der Schlosspark dort gehört zu den schönsten Parks am Rhein: Das Schloss der Grafen von Fürstenberg wurde 1944 zerstört, geblieben sind uralte Bäume, eine lange Allee und ein Skulpturenpark. Witziges Detail: Der Schlossherr hat von hier aus den Bau des Kölner Doms verfolgt – und wurde dafür Kölns erster Ehrenbürger.
Etappe 7: Im Dünnwalder Wald stößt du auf die historische Diepeschrather Mühle, eine der letzten erhaltenen Wassermühlen im Kölner Stadtgebiet.
Etappe 8: Ein absolutes Highlight ist Schloss Bensberg am Etappenziel. Das barocke Jagdschloss wurde im frühen 18. Jahrhundert für Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz erbaut und gehört zu den bedeutendsten Barockbauten in NRW. Heute ist darin ein Luxushotel, die Fassade und die Atmosphäre rundherum kannst du aber ganz entspannt von außen genießen.
Etappe 10 und 11: Am Rhein bei Zündorf erwartet dich ein mittelalterlicher Ortskern mit dem alten Zündorfer Wehrturm, eine der charmantesten historischen Ecken Kölns, und gleich nebenan die Freizeitinsel Groov.
Praktische Tipps für die Planung
Die gute Anbindung an Bus und Bahn ist einer der größten Vorteile des KÖLNPFAD. Alle Etappenstarts und -ziele liegen an KVB-Haltestellen, S-Bahn- oder Regionalbahnhöfen. Das heißt: kein kompliziertes Auto-Hin-und-Her zwischen Start und Ziel – einfach einsteigen, loswandern und wieder nach Hause fahren. Das macht den KÖLNPFAD auch ideal für Tagesausflüge aus der Region.
Die Etappen sind für die meisten Wanderinnen und Wanderer gut an einem Tag zu schaffen. Die kürzeste, Etappe 11 von Zündorf nach Rodenkirchen, misst nur 9 km und passt perfekt in einen halben Tag. Die längste ist Etappe 1 mit 22 km von Rodenkirchen nach Klettenberg, dank des flachen Geländes aber gut machbar. Auf den gesamten 171 km kommen nur rund 850 Höhenmeter zusammen – so viel wie bei einer einzigen Bergtour im Mittelgebirge. Damit eignet sich der KÖLNPFAD auch für Wandereinsteiger und Familien mit älteren Kindern.
Wer den KÖLNPFAD nicht etappenweise, sondern am Stück erleben möchte, findet beim KÖLNPFAD Ultrawandern eine besondere Herausforderung: Dort stehen 50 bis 100 Kilometer auf dem Programm, in Begleitung und mit Verpflegungspunkten. Rund um diese Events ist eine richtig lebendige Community von Ausdauerwandernden entstanden.
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FAQ KÖLNPFAD
171 km, aufgeteilt in 11 Etappen zwischen 9 und 22 km. Der Gesamt-GPX-Track des Kölner Eifelvereins kommt auf rund 159 km.
11. Die kürzeste ist Etappe 11 mit 9 km, die längste Etappe 1 mit 22 km.
Offiziell an der Rodenkirchener Brücke (Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer). Weil er ein Rundweg ist, kannst du aber an jeder Etappe einsteigen.
Meine Lieblinge sind die Etappen 8 und 9 rund um Bensberg: vorbei am Schloss Bensberg und durch den Königsforst. Dort gibt es als einzigem Abschnitt etwas mehr Höhenmeter.
Mit einem weißen Kreis auf schwarzem Grund. Stellenweise siehst du auch das rot-weiße KÖLNPFAD-Logo mit den Domtürmen, aber nicht durchgehend.
Leicht. Auf 171 km kommen nur rund 850 Höhenmeter zusammen, die meisten auf Etappe 8 Richtung Bensberg.
Ja, jede Etappe startet und endet an einer KVB-Haltestelle oder einem S-Bahnhof.
Ja, Stand Oktober 2026 auf Etappe 4 (Worringen), Etappe 6 (Mülheimer Brücke) und Etappe 10 (Langeler Auwald). Die Umleitungen sind markiert.
Beim KÖLNPFAD Ultrawandern werden 50 oder 100 km am Stück gewandert. Mein erster 50er ging vom Kalscheurer Weiher bis nach Grengel.




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