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Abenteuer Koasa Trail: Weitwandern am „Wilden Kaiser“

Der wilde Kaiser am Koasa-Trail

Werbung // Verwurzelte naturbelassene Steige, idyllische Waldpfade und malerische Bergbäche vor einer einzigartigen Kulisse: Der Koasa Trail in St. Johann (Tirol) führt entlang des imposantesten Gebirgsmassivs der Ostalpen. Ende Juni wanderten wir auf der ersten und auf der letzten Etappe des Weitwanderweges. Ich verrate dir alle Infos, die du brauchst, um auf dem Koasa Trail zu starten. Begleitest du mich? 🙂


Mein Ausflug nach Tirol startet mit einer achtstündigen Zugfahrt aus dem Ruhrpott. Kurz hinter München schlägt mein Herz höher: Ich entdecke die Wendelsteinregion, die Berge meiner „zweiten Heimat“. ❤️ Heute fahre ich aber nur daran vorbei – auf dem Weg in ein neues Abenteuer. 🙂

Ankunft in St. Johann und Übernachtungstipp: Hotel Alpin Tyrol

Am Bahnhof in St. Johann angekommen, laufe ich ein kurzes Stück durch das beschauliche Dorf. Mein Ziel, das Hotel Alpin Tyrol, liegt direkt an der „Kitzbüheler Ache“, einem kleinen Fluss, der gemütlich vor sich hinplätschert. Im Hotel beziehe ich mich meine wirklich schöne Stube. Unter anderem wurde das Bett aus Zirbenholz hergestellt, deshalb riecht es im ganzen Zimmer angenehm nach Zirbe! 🙂

Zum Glück habe ich noch ein bisschen Zeit, so genieße ich den Balkon und entspanne erst mal, bevor ich mich an die Hotelbar begebe, um meine Gastgeber und die anderen Teilnehmer kennenzulernen.

Hotel Alpin Tyrol
Hotel in St. Johann

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Später begrüßen uns der Tourismusverband und Jana von der organisierenden PR-Agentur an der Hotel-Bar. „Uns“, dass sind die Reise-Journalisten Bernd und Clemens – und ich. Nach einem Getränk und gemütlichem Quatschen spazieren wir gemütlich zum Abendessen ins Wirtshaus Post.

Das Wirtshaus ist eines der 20 KochArt-Betriebe, dementsprechend gespannt warten wir auf unsere Tiroler Köstlichkeiten:

Wirtshaus Post
…und wurden nicht enttäuscht! 🙂

Hinweis: Dieser Blogartikel ist im Rahmen einer Pressereise des Tourismusverband Kitzbüheler Alpen entstanden. Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Bergführer wurden durch den Tourismusverband Kitzbüheler Alpen übernommen.

Vielen Dank!

Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst.

Meine Erfahrungen auf dem Koasa Trail

Tag 1: Koasa Trail von St. Johann nach Griesenau (Etappe 1)

Nach einem erholsamen Schlaf und einem leckeren Frühstück treffen wir am nächsten Morgen Elisabeth Klöbl. Sie ist Tiroler Bergwanderführerin und diplomierte Resilienztrainerin. Heute führt sie uns über die erste Etappe des Koasa Trails. Neben Infos zu besonderen Schauplätzen und der Region insgesamt, wird sie uns außerdem einiges zum Thema „Achtsamkeit beim Wandern“ erzählen.

Balance am Berg
Elisabeth erklärt, was uns heute erwartet

Balance am Berg: Raufgehen. Runterkommen. Bei sich ankommen.

Bevor wir losgehen, erzählt Elisabeth uns, was es heißt eine Auszeit zu nehmen, bei sich zu sein und das Schauspiel der Natur zu genießen. Daher schalten wir als erstes unsere Smartphones in den Flugmodus (oder zumindest lautlos!), sind einfach mal für ein paar Stunden nicht erreichbar und lassen uns nicht von den Dingen ablenken, die am Handy so passieren.

Anschließend wandern wir mit langsamen und achtsamen Schritten los und lassen den Weg auf uns zukommen. Es gibt kein festgesetztes Ziel, dass heute erreicht werden muss. Wir gehen so lange es sich gut anfühlt und lassen den Alltag ganz bewusst im Tal. Unterwegs konzentrieren wir uns auf die Natur und bemerken zum Beispiel die verschiedenen Untergründe, auf denen wir uns bewegen.

Von Orten der Stille und der Kraft

Die ersten, noch sachten Höhenmeter, lassen nicht lange auf sich warten. Schließlich führt uns ein schmaler verwurzelter Pfad auf eine Lichtung. Dort entdecken wir ein uriges mit Holzschindeln gedecktes Häuschen, mit kleinem Garten davor und einer kleinen Kapelle direkt am Haus: Die Einsiedelei Maria Blut (856 m). Seit über 300 Jahren wird dieser Ort von Menschen bewohnt, die Ruhe und Kraft in der Einsamkeit suchen.

Einsiedelei Maria Blut
Der Platz in der Einsiedelei ist übrigens kürzlich wieder frei geworden…
Kapelle Maria Blut
…und es wird ein neuer Einsiedler gesucht!

Auf deutlich steileren Pfaden und über Holzstufen wandern wir weiter in Richtung Niederkaiserkamm. Auf 917 m erreichen wir die in Fels gebaute Gmailkapelle. Selbstverständlich denke ich sofort an die E-Mail-Konten einer bekannten Suchmaschine! :mrgreen: Der Name der Kapelle hat aber nichts damit zu tun und ist vielmehr auf ein Gemälde zurückzuführen, welches ursprünglich hier gestanden hat.

Von der Gmailkapelle aus genießen wir einen fantastischen Ausblick ins Tal. Wir kommen sogar zu dem Schluss, dass dies ein perfekter Ort wäre, um eine Bergpredigt zu halten. Elisabeth macht uns darauf aufmerksam, dass auch die letzten Alltagsgedanken, die wir vielleicht noch dabei haben, an diesem Kraftort ins Tal abgegeben werden können. Wir wollen sie auf unseren weiteren Weg nicht mehr dabei haben! 🙂

Gmailkapelle
Ein in Fels gebauter Kraftort.

Ein schweißtreibender, aber sehr gesunder Aufstieg zum Ursulablick

Der Koasa Trail führt uns knackig weiter in die Höhe. Auf verwurzelten und teils ausgesetzten Pfaden, vorbei an mächtigen Felsen und über scheinbar niemals endende Stufen steigen wir höher und höher. An manchen Stellen hilft uns die eine oder andere Seilversicherung. Zwischendurch gibt der Wald imposante Ausblicke ins Tal frei.

Am Vorabend gab es ein kräftiges Gewitter. So bringen uns nicht nur die Temperatur und der Aufstieg ins Schwitzen, auch die Feuchtigkeit, die einfach noch überall sitzt, sorgt dafür, dass sich „alle Schleusen öffnen“. Elisabeth ist begeistert! Schwitzen bedeutet nämlich immer auch entgiften.

Die Waldluft, die wir dabei heute einatmen ist besonders gesund: Im Sommer und vor allem nach Regen und Nebel ist die Konzentration der Terpene im Wald besonders hoch. Terpene sind Duftstoffe, welche von Bäumen und Pflanzen produziert werden. Sie reduzieren nachweislich Stresshormone, senken den Blutdruck und stärken die Abwehrkräfte.

Ausblick am Koasa-Trail

Schließlich kommen wir auf dem Gebirgskamm unterhalb des „Wilden Kaisers“ an. Der Niederkaiserkamm. Geschafft! Mit nur noch leichtem auf und ab führt uns der Koasa Trail nun durch einen beschaulichen Mischwald über den Höhenzug. Der Wald gibt immer wieder Ausblicke in alle Richtungen frei. Seine Majestät, der „Koasa“, versteckt sich jedoch in Wolken …

Nach einem weiteren kleinen Aufstieg erreichen wir den Ursulablick (1245 m), den höchsten Punkt am heutigen Tage. Den Schatterkopf (1274 m), auf den der Koasa Trail eigentlich führen würde, schenken wir uns. Statt dessen legen wir vor dieser Kulisse eine ausgiebige Rast ein und genießen die Aussicht. Vom Ursulablick aus können wir sogar das riesige Jakobskreuz auf der Buchsteinwand gut erkennen.

Lese-Tipp: Bloggerkollege Sven (The Backpacker) war zeitgleich im Nachbarort unterwegs und schrieb über seine Wanderung zum Jakobskreuz.

Der Niederkaiserkamm unterhalb des Wilden Kaisers
Ursulablick am Koasa-Trail
Am Ursulablick

Pfefferminzlimo, Wildkräutersuppe und ein Fußbad im Bach

Ehe wir uns versehen befinden wir uns beim Abstieg. Diesen bewältigen wir deutlich schneller und einfacher als den Aufstieg. 🙂 Und es dauert auch nicht lange, bis wir die Bacheralm (977 m) entdecken. Dort essen wir heute zu Mittag.

Die Bacheralm ist eine wirklich hübsche Kräuteralm, die im Sommer von einem Ehepaar bewohnt wird. Die Sennerin und Kräuterfachfrau Gisela zieht in ihrem Alm-Garten zahllose Kräuter heran, welche zu Speis und Trank verarbeitet werden. Wir jausen dort Pfefferminz- und Holunderlimo, Wildkräutersuppe und andere Köstlichkeiten. Und es war richtig lecker und erfrischend! 🙂

Auf der Alm ist es so gemütlich, dass es uns schwerfällt, wieder loszugehen. Aber: Wir haben noch ein paar Kilometer vor uns! Grandiose Ausblicke auf den „Koasa“, idyllische Ruhe, Teiche und ein Wäldchen, welches wir über Holzstege beschreiten, begleiten uns auf dem Weg nach Gassteig. Von dort geht es auf einem Forstweg noch einmal etwas bergauf. Kurz vor dem Ende der Etappe in Griesenau, pausieren wir noch einmal an einem Gebirgsbächlein: Schuhe aus und rein! 🙂

Übernachtungstipp: Sentido alpenhotel Kaiserfels in St. Johann

In Griesenau holt uns ein Taxi ab und bringt uns ins Sentido alpehotel Kaiserfels in St. Johann. Unser Gepäck wartet bereits an der Rezeption. Mit Aussicht auf Dusche, Sauna und Whirpool verabschieden wir uns bis zum Abendessen. 🙂

Mein wirklich großzügiges und modern eingerichtetes Zimmer lässt mich durch die riesigen Panoramafenster direkt auf das Kitzbüheler Horn schauen. Wow! Es liegt außerdem direkt an der Gondelbahn Eichenhof und bietet daher direkten Einstieg in das Ski- und Sportparadies St. Johann.

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Tag 2: Koasa Trail von St. Johann nach Wiesenschwang (Etappe 5)

Der Sonntagmorgen beginnt mit einer unfassbaren Frühstücks-Auswahl. Vermutlich bräuchte man den ganzen Tag, um sich durch dieses Buffet zu essen… 🙂 Für uns steht aber heute die letzte Etappe des Koasa Trails von St. Johann nach Wiesenschwang (Oberndorf in Tirol) auf dem Plan. Begleitet werden wir von Gernot, dem Chef des Tourismusverbandes St. Johann in Tirol. 🙂

Um Punkt acht Uhr holt er uns im Hotel ab. Heute wird es noch wärmer als gestern. Wir beschließen daher nicht den Original-Trail zu gehen, sondern zwischendurch etwas abzukürzen. Direkt am Hotel marschieren wir los und gelangen nach kurzer Zeit auf einen Forstweg. Die Sonne knallt bereits erbarmungslos vom Himmel.

Durch einen mystischen Wald zur Quelle der Heilung

Bald verlassen wir in den Forstweg. Wir wandern auf einem hübschen Waldweg in einen mystisch wirkenden Wald hinein. Zu meiner Überraschung geht es nicht bergauf, sondern bergab. Wir erreichen den Theresienbrunnen mit einer kleinen Kapelle.

Mystischer Wald auf dem Weg zum Theresienbrunnen

Vor langer Zeit gab es hier einen Kur- und Badeort, denn dem Wasser aus dem Brunnen wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Vor allem Rheuma und Gicht heilten die Menschen damals hier. Das lassen wir uns nicht entgehen und füllen unsere Wasserflaschen mit dem Wunderwasser auf.

Prävention ist alles! :mrgreen:

Brücken über einer tosenden Kaskade

Wir wandern weiter durch den Wald, der uns nach wie vor nur seicht in die Höhe führt. Kurze Zeit später hören wir das nächste Highlight: Der Eifersbacher Wasserfall (799m) ! Wir biegen noch um die Ecke: Schon entdecken wir mehrere Brücken, die uns über den rauschenden Wasserfall und dem wilden Bach in die Höhe führen.

Brücken über dem Eifersbacher Wasserfall

Wahnsinn! Ich liebe solche Naturschauspiele! Zwischen den Brücken steigen wir über Stock und Stein bis zur einer kleinen Plattform direkt vor dem Wasserfall hinauf. Zwischendurch machen wir einen kurzen Videostopp mit Gernot – vor dieser Kulisse! 🙂

Eifersbacher Wasserfall am Koasa-Trail

Auf dem Koasa Trail zum Speicherteich Eichenhof

Danach wird es anstrengend: Unzählige Treppen und wurzelige Pfade führen uns steil in die Höhe und aus dem Eifersbacher Tal hinaus. Tapfer erklimmen wir Stufe und Stufe den Berg bis auf rund 800 m Höhe. Oben erwartet uns – zum Glück – eine Bank. Erstmal Pause! 🙂

Frisch gestärkt geht es ein Stück durch den Wald bergan. Diesmal auf einem Forstweg, eine willkommene Erleichterung. Auf 930 m entdecken wir den Speicherteich Eichenhof. So ein schöner Ort! Direkt hinter uns erhebt sich das Kitzbüheler Horn und vor uns tut sich das Tal des Wilden Kaisers auf.

Speicherteich Eichenhof

Der Speicherteich Eichenhof ist einer von mehreren Teichen am Horn. Gernot erklärt uns, dass hier das Wasser gesammelt wird, welches im Winter zur Beschneiung des Skigebietes genutzt wird. Da die Wasseroberfläche dieser Teiche immer in Bewegung ist, frieren sie im Winter nicht zu. Unterwegs entdecken wir noch Schneekanonen und Schneelanzen.

Da ich noch nie Ski fahren war, finde ich das total interessant. 🙂

Speicherteich mit Kitzbüheler Horn

Mit Blick auf den Niederkaiserkamm, welchen wir gestern erklommen haben, folgen wir dem Koasa Trail. Und es dauert nicht lange, bis wir den nächsten Speicherteich erreichen. Hier legen wir eine Pause ein. Einige von uns kühlen die Füße im Wasser. Mittlerweile ist es richtig heiß.

Niederkaiserkamm
Speicherteich am Koasa Trail

Zum Glück wandern wir von hier aus nur noch bis zur Mittelstation der Kitzbüheler Hornbahn. Die letzten 400 HM bis zur Harschbichl Bergstation auf rund 1600 m schweben wir hinauf.

Vom Kitzbüheler Horn zum „Alm-Öhi“

An der Gipfelstation halten wir uns eine Weile auf. Vor allem die Paraglider, die dort abspringen, nehmen uns gefangen. 🙂 Der Koasa Trail bietet ab der Gipfelstation optional den knapp 6 km langen Horn-Gipfel-Höhenweg zu gehen.

Ob der Hitze lassen wir diesen aus, genießen das Panorama und steigen auf einem überwiegend breiten Forstweg zur Stanglalm (1463 m) ab.

Dort begrüßt uns freudig Hüttenwirt Sepp, der wie ein echter Alm-Öhi wirkt! 🙂 Ein moderner und freundlicher Alm-Öhi! Er bewohnt die Alm nämlich nicht alleine: Frau und Tochter helfen bei der Bewirtschaftung. Und alles andere als unfreundlich serviert er uns eine leckere Alm-Jause und plaudert lustig dabei.

Der Abstieg nach Oberndorf in Tirol geht schnell. Wir wandern querfeldein über eine am Berg liegende Almwiese. Wir müssen genau schauen, um den Pfad zu erkennen und auch wo wir hintreten. Das hohe Gras versteckt unter sich Löcher, die uns lachend mehr als knöcheltief versinken lassen.

Ausblick Koasa-Trail

Schließlich führt uns der Koasa Trail auf Waldpfade und ins Dorf direkt zum Hotel, womit unsere zweitägige Wanderung auf dem Weitwanderweg endet.

Übernachtungstipp: Hotel Penzinghof in Oberndorf

Am Eingang begeistert uns eine Tafel, auf welcher jeder Gast namentlich begrüßt wird. 🙂

Begrüßungstafel

Nach dem CheckIn beziehe ich mein wirklich großzügiges Panorama-Studio, in das ich mich sofort verliebe! Die großen Panorama-Fenster geben den Blick auf die riesige Loggia und die gemütliche Sitzecke dort frei – das ganze natürlich mit Aussicht auf den Wilden Kaiser.

Zum Hotel Penzinghof gehört ein riesiger Lavendel Spa-Bereich. Dort wartet unter anderem ein großer, auf 32 ° C temperierter Infinity-Pool mit Massageliegen auf Eroberung. 🙂

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Mein Fazit zum Koasa Trail

An diesem sehr sportlichen und auch sehr aussichtsreichen Wochenende durfte ich ein wunderschönes Eckchen von Österreich kennenlernen. Auch, wenn wir nur zwei Etappen des Koasa Trails gehen konnten, habe ich genug gesehen um zu wissen, dass ich diesen Weitwanderweg auch noch einmal vollständig gehen möchte. 🙂 Die ausgewählten Hotels bieten genau den richtigen Rahmen, um sich nach den Wanderungen zu entspannen und zu erholen.

Im Anschluss habe ich noch alle Informationen zusammengetragen, die du brauchst um auf dem Koasa Trail zu wandern und den Charme des „Wilden Kaisers“ zu genießen.

Warst du schon auf dem Koasa Trail unterwegs? Oder fehlt dir noch eine wichtige Information? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!


Wissenswertes zum Koasa Trail

Länge:86 km
Aufstieg:4630 m
Abstieg:4592 m
Etappen:5
Schwierigkeit:mittel (roter Bergweg)
Parkplätze:Steinlechnerplatz, St. Johann in Tirol
Anreise:Mit Bus/Bahn bis Bahnhof St. Johann/Tirol
Start:Touristeninformation St. Johann, Poststraße 2, 6380 St. Johann in Tirol, Österreich
Ziel:Wiesenschwang, Oberndorf in Tirol
Zurück zum Start:Eine Haltestelle mit Bahn/Bus von Oberndorf nach St. Johann
GPX-DownloadKoasa Trail Gesamt
Wegzeichen:Koasa Trail

In den österreichischen Ostalpen, genauer gesagt: In den Kitzbühler Alpen bei St. Johann in Tirol, startet der Koasa Trail. Der 86 km lange Weitwanderweg führt entlang des imposantesten Gebirgsmassivs der Region: dem „Wilden Kaiser“. Rund 4700 aussichtsreiche Höhenmeter überwinden Wanderer auf ihrem Weg . Die Gesamtroute lässt sich auf fünf Tageswanderungen von 14 bis 20 km aufteilen.

Jede einzelene Etappe des Trails wurde so angelegt, dass sie durch einen besonderen Schauplatz der Region Tirol führt. So entdecken Wanderer eine in Fels gebaute Kapelle, eine liebevoll bewirtschaftete Kräuteralm oder etwa den mächtigen Eifersbacher Wasserfall. Wer auf dem Koasa Trail unterwegs ist, lernt die Region in ihrer gesamten Pracht kennen.

Es eröffnen sich immer wieder neue Weitblicke in das malerische Tal. Nicht zuletzt betrachten Wanderer den eindrucksvollen „Koasa“ aus allen möglichen Blickwinkeln. Viele kleine und große Highlights verwandeln jeden Abschnitt des Koasa Trails in ein einzigartiges Erlebnis.

Du bist die Krone über einem begnadet schönen Fleck Tiroler Erde!

Fritz Schmitt in „Das Buch vom Wilden Kaiser“

Den höchste Punkt des Weitwanderweges erreichen Wanderer am zweiten Tag am „Stripsenkop“ mit 1809 m . Die zweite Etappe ist gleichzeitig auch der herausfordernste Teil des Koasa Trails. Aus diesem Grund wurde eine etwas leichtere und kürzere Variante der zweiten Etappe zusätzlich geplant.

Aussichts-Tipp: Optional besteht an Tag fünf die Möglichkeit das „Kitzbüheler Horn“ zu ersteigen. Der höchste Punkt des Weitwanderweges würde somit auf 1996 m liegen.

Die Region rund um den „Wilden Kaiser“ bietet die Annehmlichkeit, dass Wanderer praktisch von überall schnell wieder ins Tal zurück kommen. Nur wenige Weitwanderwege am Berg können dies von sich behaupten. Jede Etappe des Koasa Trails kann somit bei Bedarf auch frühzeitig beendet werden.

Koasa-Trail Etappe 1

Die fünf Etappen des kaiserlichen Trails

EtappeStart & ZielLängeAufstiegAbstiegGehzeitGPX-Download
1St. Johann (Tirol) - Griesenau13,8 km828 m767 m6 Std.Koasa Trail Etappe 1
2Griesenau (Runde)18,8 km1263 m1263 m9 Std.Koasa Trail Etappe 2
2 - VarianteGriesenau (Runde)13,9 km604 m604 m5 Std.Koasa Trail Etappe 2 (Variante)
3Griesenau - Erpfendorf16,8 km677 m761 m6 Std.Koasa Trail Etappe 3
4Erpfendorf - St. Johann (Tirol)20,1 km895 m852 m7,5 Std.Koasa Trail Etappe 4
5St. Johann (Tirol) - Wiesenschwang14,3 km967 m949 m7 Std.Koasa Trail Etappe 5

Die GPX-Tracks der einzelnen Etappen oder des gesamten Trails kannst du an den hier angegebenen Stellen herunterladen. An der Touristeninformation in St. Johann bekommst du außerdem eine Karte des Koasa Trails und bei Bedarf auch viele weitere Informationen.

Wandern ohne Gepäck

Der Weitwanderweg kann ganz gemütlich auch ohne Gepäck bewandert werden. Der Tourismusverband St. Johann in Tirol bietet 6 Übernachtungen in den unten genannten Hotels mit Gepäcktransfer zu einem Pauschalpreis pro Person ab 689,- € (Stand: Juni 2022) an.

Unsere Gruppe reiste zu viert und der Gepäcktransfer funktionierte reibungslos. Wir gaben die Koffer morgens beim Auschecken an der Rezeption ab und nahmen sie abends im neuen Hotel beim Einchecken wieder entgegen. 🙂

Übernachten am Koasa Trail

Ob mit oder ohne Gepäcktransfer: Am Ende einer jeden Etappe besteht die Möglichkeit zu übernachten. Drei der hier aufgeführten Hotels durfte ich testen und war (wie oben im Erfahrungsbericht geschrieben) begeistert.

  • Ankunftstag: Hotel Alpin Tyrol, St. Johann in Tirol
  • Etappe 1: Fischbachalm oder Gasthof Griesenau, Kirchdorf in Tirol
  • Etappe 2: Fischbachalm oder Gasthof Griesenau, Kirchdorf in Tirol
  • Etappe 3: Vital Hotel Berghof, Erpfendorf
  • Etappe 4: Sentido alpenhotel Kaiserfels, St. Johann in Tirol
  • Etappe 5: Hotel Penzinghof, Oberndorf in Tirol
    („KochArt“ Mitgliedsbetrieb)

Prädikat „KochArt“

Speziell in der Region Kitzbüheler Alpen wird das Prädikat „KochArt“ vergeben. Almen, Restaurants oder Hotels, die dieses Siegel tragen, haben sich einem regionalen Qualitätsversprechen verschrieben und machen sich gemeinsam für Regionalität und Nachhaltigkeit in der Gastronomie stark. Das bedeutet unter anderem, dass Produkte und Erzeugnisse von heimischen Bauern und Produzenten verarbeitet werden.

Österreichisches Wandergütesiegel

Die WanderREGION rund um den „Wilden Kaiser“ wurde 2011 mit dem Österreichischen Wandergütesiegel ausgezeichnet.

Meine Ausrüstung auf dem Koasa Trail

Für unsere mehrtägige Wanderung auf dem Koasa Trail hatte ich unter anderem

Koasa-Marsch Ebbs

Jeden Sommer findet auf dem Koasa Trail der Koasalauf bzw. der „Koasa-Marsch Ebbs“ statt. Die Veranstaltung richtet sich an Wanderer und Trailrunner, welche den Koasa Trail in verschiedenen Distanzen erlaufen können.

Kitzbüheler Horn
Das Kitzbüheler Horn im morgendlichen Nebel.

FAQ Koasa Trail

Wie lang ist der Koasa Trail?

Der Koasa Trail ist 86 km lang und führt von St. Johann in Tirol nach Oberndorf in Tirol – einmal um den „Wilden Kaiser“ herum.

Wie viele Etappen hat der Koasa Trail?

Der Koasa Trail kann in fünf Etappen von 14 bis 20 km aufgeteilt werden.

Wie viele Höhenmeter hat der Koasa Trail?

Auf dem Koasa Trail erwandert man 4630 HM im Aufstieg und 4592 HM im Abstieg.

Für wen ist der Koasa Trail geeignet?

Der Koasa Trail kann von einem geübten Wanderer, der über eine gute Grundkondition verfügt, erwandert werden. Pro Tag sind rund 1000 HM auf teils sehr steilen, felsigen und/oder ausgesetzten Pfaden zu überwinden. Trittsicherheit ist gefragt und du solltest keine Höhenangst haben.

Kann man den Koasa Trail „ohne Gepäck“ wandern?

Ja, der Koasa Trail kann auch mit Gepäck-Transfer erwandert werden. Angebote dazu sind auf der Seite des Tourismusverbandes Kitzbühler Alpen zu finden.

Was bedeutet „Koasa“ in „Koasa Trail“?

Die Österreicher nennen den „Wilden Kaiser“ liebevoll „Koasa“, ausgesprochen wird es „Korsa“ – wie das Auto. Der Koasa Trail führt entlang des Bergmassivs. Auf jeder der fünf Etappen betrachten Wanderer den „Koasa“ aus einer neuen Perspektive.

Was ist der Koasalauf?

Beim Koasalauf bzw. beim „Koasa-Marsch Ebbs“ wird das Kaisergebirge einmal im Jahr zum Mittelpunkt der Trailrunning- und Wander-Szene. Auf verschiedenen Distanzen kann der Koasa Trail erwandert und erlaufen werden.

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