Trentino-Südtirol Venetien

Unsere 8 Gardasee-Highlights – vom Seeufer bis auf 2000 Meter

Blick vom Ufer über den Gardasee auf das Monte-Baldo-Massiv

Sommer 2026: Wer nach Gardasee-Highlights sucht, landet fast immer am Ufer. Wir haben es andersherum gemacht und oben gewohnt, auf rund 900 Metern am Monte Baldo. Das sind unsere 8 Highlights – vom Thermalpark am Seeufer bis hinauf auf 2.078 Meter.


Wir haben den Gardasee vermutlich öfter aus der Höhe gesehen als von unten.

Das war kein Zufall. Als wir im Mai und Juni 2026 nach Italien aufgebrochen sind, haben wir unsere Unterkunft ganz bewusst nicht unten am See gebucht, sondern oben: in Festa, einem winzigen Weiler oberhalb von Brentonico, auf rund 900 Metern. Auf dem ca. 30 Kilometer langem Bergrücken des Monte Baldo.

Und damit hatten wir plötzlich beides. Alpenidylle mit Berggipfeln direkt vor der Terrasse. Und den Gardasee, wann immer wir Lust darauf hatten.

Ich will ehrlich sein, warum ich das so erzähle: Unten war es voll. Sehr voll. In Riva del Garda, in Torbole, in Malcesine – überall Menschen, überall Stände mit Sonnenschutz, Sandspielzeug und aufblasbaren Flamingos. Und rund um den See führt eine viel befahrene Uferstraße, die zum Fahren und Gucken traumhaft ist. Ich würde da nur nicht wohnen wollen. 🙂

Deshalb ist das hier keine der üblichen Gardasee-Listen. Es sind unsere 8 Gardasee-Highlights – und die fangen am kristallklarem Wasser an und hören auf 2.078 Metern auf.

Gardasee-Highlights: Das Wichtigste in Kürze

✅ Die schönsten Gardasee-Highlights liegen für mich am Monte Baldo, oberhalb des Ufers – zwischen 773 und 2.078 Metern, von der Madonna della Corona bis zum Monte Altissimo. Unten am See lohnt vor allem der Thermalpark Parco Termale del Garda.

✅ Wir haben im Mai und Juni 2026 bewusst oberhalb von Brentonico gewohnt, auf rund 900 Metern – und hatten so Berge und See gleichzeitig.

✅ Riva del Garda, Torbole und Malcesine sind schön, aber im Frühsommer sehr voll. Wer Ruhe sucht, fährt hoch.

✅ Wandern muss man dafür nicht: Die Monte-Baldo-Höhenstraße führt über 70 Kilometer durchs Massiv und am Ende fast 1.000 Höhenmeter hinunter ans Ufer.

✅ Zwei Tagesausflüge lohnen sich zusätzlich: Alleghe in den Dolomiten (2,5 Stunden) und Venedig (2 Stunden).

Parco Termale del Garda: Lohnt sich die Therme am Gardasee?

Fangen wir unten an, direkt am See. Und zwar mit dem Tipp, bei dem ich am meisten geschwärmt habe.

Der Parco Termale del Garda liegt in Colà bei Lazise. Von Brentonico waren wir rund 45 Minuten mit dem Auto unterwegs. Was einen dort erwartet, ist keine Therme im deutschen Sinne, sondern ein Park: alte Bäume, Wiesen, Wasserfälle – und mittendrin mehrere Naturbecken, in denen heiße Schwefelquellen sprudeln. Das Mineralwasser hat in der Tiefe zwischen 37 und 42 Grad und speist zwei große Badeseen sowie mehrere Whirlpools.

Was mich am meisten überrascht hat: Es war ruhig. Erstaunlich ruhig. Sehr gepflegt, überall Bademeister unterwegs, und trotzdem dieses Gefühl, in einem Garten zu schwimmen statt in einem Freizeitbad.

Und genau deshalb steht dieser Tipp bei mir an erster Stelle. Der Park liegt selbst unten am See, im Süden bei Lazise – er ist also kein Gegenentwurf zum Ufer, sondern der Beweis, dass es auch da unten stille Ecken gibt. Man muss sie nur suchen. 🙂

Naturbecken mit Thermalwasser im Parco Termale del Garda in Colà di Lazise

Gardaland: der Familien-Tipp ganz in der Nähe

Ein Tipp für die Ecke: In Castelnuovo del Garda am Südostufer liegt das Gardaland, seit 1975 der größte Freizeitpark Italiens. Wir waren nicht drin, das ist einfach nicht unsere Baustelle. Aber für viele ist genau das der Höhepunkt einer Gardasee-Reise, deshalb soll es hier nicht fehlen.

Für wen sich was lohnt: Wer Adrenalin sucht, ist bei Oblivion – The Black Hole richtig. Die Achterbahn hält vor dem Sturz noch einmal kurz an, und von dort oben liegt der ganze See vor dir. Nass wird es bei Colorado Boats und Jungle Rapids. Familien mit kleinen Kindern steuern das Peppa Pig Land an, durch das eine Bimmelbahn fährt. Und wer zwischendurch Schatten braucht, geht ins angeschlossene SEA LIFE Aquarium – dort verteilen sich rund 5.000 Tiere aus etwa 100 Arten auf 40 Becken.

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Madonna della Corona (773 m): Wie kommt man zur Felsenkirche?

Von Brentino aus sind es 1.800 in den Fels gehauene Stufen, 6,6 Kilometer und rund vier Stunden – vom Parkplatz Spiazzi oberhalb der Kirche dagegen nur etwa 30 Minuten bergab. Der Eintritt ist kostenlos. Und jetzt geht es hoch. Zum ersten Mal richtig.

Die Madonna della Corona klebt buchstäblich in der Felswand über dem Etschtal – ein Gebäude, das nicht auf dem Berg steht, sondern in ihm. Die westliche Kirchenwand ist der nackte Kalkstein selbst.

Wir sind von Brentino hochgegangen: alle fast unzähligen Stufen, aber: jede hundertste ist mit einem Zählstein markiert. Als wir den Stein mit der 1000 entdeckten, haben wir laut gelacht. Ahnungslos, dass fast genauso viele noch kommen. 🙂

Und kurz vor dem letzten Anstieg saß ein Mann am Wegrand, der vor Angst zitterte. Wir sind neben ihm sitzen geblieben und haben einfach geatmet. Die letzten Stufen ist er dann mit uns zusammen gegangen.

👉 Die ganze Geschichte und alle Tourdaten: 1800 Stufen zur Felsenkirche Madonna della Corona


Die Monte-Baldo-Höhenstraße: 70 Kilometer bis ans Seeufer

Der Monte Baldo ist der Gebirgszug zwischen Gardasee und Etschtal, den Botaniker seit dem 16. Jahrhundert „Hortus Europae“ nennen – Garten Europas, weil auf seinen Hängen rund 2.000 Pflanzenarten wachsen.

Ich sage es gleich vorweg: Eine Autofahrt wird für mich nie eine Wanderung schlagen. Aber wenn ich schon fahre, dann bitte so.

Die Monte-Baldo-Höhenstraße, auf italienisch Strada Panoramica del Monte Baldo, ist eine Panoramastraße, die das Monte-Baldo-Massiv oberhalb des Gardasees der Länge nach durchquert. Wir sind an dem Tag locker 70 Kilometer auf ihr unterwegs gewesen. Kurven, Spitzkehren, Tunnel, die durch den nackten Fels gehen.

Und dann dieser Blick: frei hinüber auf die Bergkämme der Brenta-Dolomiten und tief hinab ins Etschtal. Dazwischen Hochwiesen, Almen und karge Felszonen, bis auf über 1.600 Meter hinauf.

Irgendwo unterwegs kamen uns gefühlt hunderte Schafe entgegen. Mitten auf der Höhenstraße, mit ihrem Schäfer. Wir haben angehalten und gewartet – anders geht es dann auch nicht. 🙂

Auf halbem Weg liegt das Rifugio Bocca di Navene auf 1.424 Metern. Berghütte, Terrasse, Gardasee. Einkehren, sitzen, schauen. Und dann weitergehen, denn direkt hier beginnt Punkt 4.

Die Abfahrt ist noch einmal ein eigenes Kapitel: eine Serpentinenstraße von den Hochlagen hinunter Richtung Ufer. Olivenhaine säumen den Weg, dazwischen malerische kleine Weiler wie San Zeno di Montagna und Prada. Und unter dir der Gardasee, der aussieht, als würde er mit dem Himmel verschmelzen. Sein Ende ist nicht einmal zu erahnen.

Bei Castelletto, einem Ortsteil von Brenzone, sind wir wieder unten am Wasser angekommen. Von der Bocca di Navene auf 1.424 Metern bis ans Seeufer sind es fast 1.000 Höhenmeter Abfahrt – an einem einzigen Nachmittag.

Rifugio Bocca di Navene auf 1.424 Metern an der Monte-Baldo-Höhenstraße mit Blick zum Gardasee

Sentiero del Ventrar: Wie kommt man am schnellsten zum Aussichtspunkt?

Das ist der Tipp, von dem ich glaube, dass ihn keine Top-10-Liste hat. Und ich hatte ihn selbst auch nicht – er kam von unserer Vermieterin.

Vom Rifugio Bocca di Navene führt ein ausgeschilderter Weg in etwa 45 Minuten zum Aussichtspunkt am Sentiero del Ventrar. Von dort schaust du auf den Gardasee und gleichzeitig auf das Monte-Baldo-Massiv. Beides auf einmal.

Aber Achtung, das ist kein Spaziergang: Am Schluss sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt, der Weg ist dort auch als Expert-Weg ausgeschildert.

Und noch etwas Praktisches, das ich beim Recherchieren selbst erst verstanden habe: Denselben Aussichtspunkt erreicht man auch von der Bergstation Monte Baldo aus – das ist die deutlich bekanntere Route, dauert aber 2,5 bis 3 Stunden. Wer ab Bocca di Navene startet, ist in einem Bruchteil der Zeit oben.

Einkehr davor oder danach. Beides geht. 🙂

Aussichtspunkt am Sentiero del Ventrar mit Blick auf Gardasee und Monte-Baldo-Massiv

Das Rifugio Malga Campei bei Brentonico (1.470 m)

Diese Tour war mein Geburtstagsgeschenk an mich selbst. Und sie war deutlich schwerer, als ich gedacht hatte.

7,5 Kilometer, vier Stunden, rund 570 Höhenmeter – klingt harmlos. Ist es nicht. Der Aufstieg auf dem Sentiero 650 hat streckenweise bis zu 30 Prozent Steigung, dazu Geröll und Felsen, die mit jedem Höhenmeter größer werden.

Und dann öffnet sich der Wald, das Hochplateau liegt da, und an der Hütte auf 1.470 Metern stehst du in einem 360-Grad-Panorama: Bergamasker Alpen, Adamello, Brenta-Dolomiten. Und wenn du weißt, wo du schauen musst, in der Ferne der Gardasee.

Ich habe mich einmal langsam im Kreis gedreht und nichts gesagt.

👉 Zum Tourenbericht: Rifugio Malga Campei – warum diese Tour schwerer war als geplant


Monte Altissimo di Nago (2.078 m): Wie anspruchsvoll ist die Wanderung?

8 Kilometer, rund 3,5 Stunden, Start an der Bocca del Creer auf 1.615 Metern – eine ordentliche Bergtour, aber kein Klettersteig. Der höchste Punkt dieser Liste. Und der Berg, der mir am meisten beigebracht hat.

Wochenlang habe ich von unserer Terrasse aus auf einen Gipfel mit markantem Kreuz geschaut und gedacht: Das ist er. Beim Aufstieg haben wir dann gesehen, dass das gar nicht der Altissimo war, sondern der Monte Campo. Der echte Gipfel lag dahinter. Versteckt hinter seinem Nachbarn.

Vom Gipfelplateau siehst du den Gardasee von Torbole im Norden bis Sirmione im Süden, dazu die Brenta-Dolomiten und den Adamello mit seinem Gletscher.

Und im Rifugio Damiano Chiesa auf 2.059 Metern gibt es Knödel mit Rindergulasch, die zum Niederknien gut sind. Nur bar bezahlen, Karte geht nicht.

Ach ja, und eine Gämse ist uns kurz vor dem Gipfel hinterhergelaufen. Einfach so.

👉 Zum Tourenbericht: Wolken, Gämsen und ein Berg hinter dem Berg


Welche Tagesausflüge lohnen sich vom Gardasee aus?

Zwei Ziele haben sich für uns besonders gelohnt: Alleghe in den Dolomiten und Venedig. Beide liegen streng genommen nicht mehr am Gardasee – aber wenn du sowieso dort bist, wäre es schade, sie auszulassen.

Alleghe in den Dolomiten

Von Brentonico waren wir 2,5 Stunden unterwegs. Wir sind über Neumarkt gefahren, dort die Autobahn verlassen und den Rest über die Dolomitenstaatsstraße – und ganz ehrlich, allein diese Anfahrt ist den Tag schon wert.

Alleghe selbst ist ein malerisches Bergdorf an einem Gebirgssee. Von dort bringt dich eine Seilbahn hinauf auf die Piani di Pezzè, und rundherum waren jede Menge Wanderer unterwegs.

Wir allerdings nicht. Denn wir waren aus einem ganz anderen Grund da: Oben an der Bergstation war an diesem Tag die Zielankunft der 19. Etappe des Giro d’Italia 2026 – der Königsetappe. Am 29. Mai 2026, 151 Kilometer, rund 5.000 Höhenmeter, über Passo Duran, Passo Staulanza, Passo Giau und Passo Falzarego. Gewonnen hat sie der US-Amerikaner Sepp Kuss vom Team Visma-Lease a Bike.

Wobei: Die Italiener hängen ja irgendwie überall ein E an. Sepp Kuss war für alle um uns herum den ganzen Tag „Seppe Kusse“. 😄

Zieleinlauf der Giro-d'Italia-Königsetappe 2026 auf den Piani di Pezzè hoch über Alleghe in den Dolomiten

Venedig

Der Gardasee liegt zwischen Mailand und Venedig. Grund genug, die zwei Stunden entfernte Stadt in der Lagune zu besuchen. Für mich der Moment, in dem ich einfach nur dastand und gestaunt habe.

Es war mein erster Besuch. Ich hatte eine Vorstellung davon, wie es sein würde, und lag komplett daneben. Schon die Anreise: statt Fähre eine Parkinsel, dann ein schaukelndes Wassertaxi mitten im echten Seegang. Gässchen, die plötzlich im Wasser enden. Häuser, die man nur per Boot erreicht.

Und dann fuhr ein DHL-Bötchen vorbei. 🙂

👉 Meine Venedig-Tipps für den ersten Besuch


Lohnt sich der Gardasee von oben?

Ja. Für mich sogar mehr als von unten – vor allem, wenn du den Gardasee abseits der Massen erleben willst.

Wenn du gerne wanderst, wirst du am Monte Baldo glücklich. Hortus Europae heißt „Garten Europas“ – so nennen Botaniker den Berg seit dem 16. Jahrhundert, weil auf seinen Hängen außergewöhnlich viele Pflanzenarten wachsen. Rund 2.000 Arten sind dokumentiert, darunter etliche, die es nirgendwo sonst gibt. Und du kannst trotzdem jederzeit runter an den See, ins Thermalwasser oder auf eine Panoramastraße.

Was ich für den Monte Baldo einpacken würde:

  • Feste Wanderschuhe
  • Stöcke, denn der Abstieg von der Malga Campei hat es in sich
  • Eine warme Schicht im Rucksack – auf 1.500 Metern war es Mitte Mai empfindlich kalt, während unten Sommer war
  • Bargeld für die Hütten, im Rifugio Damiano Chiesa geht keine Karte

Und die Bereitschaft, nicht nur das zu machen, was auf den ersten drei Google-Treffern steht.

Wenn du noch mehr aus Italien lesen möchtest: Alle meine Wandertouren und Städtereisen in Italien findest du hier gesammelt.

Warst du schon mal am Gardasee – unten oder oben? Erzähl mir gern in den Kommentaren, was dein Highlight war. Ich sammle nämlich schon für das nächste Mal. 🙂

Wandere achtsam – auf dem Weg und auf deiner inneren Reise. Bis zur nächsten Tour, deine Bina ❤️


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Häufige Fragen zu den Gardasee-Highlights

Welche Gardasee-Highlights lohnen sich abseits der Massen?

Für mich alles, was oberhalb des Ufers liegt: die Monte-Baldo-Höhenstraße, der Aussichtspunkt am Sentiero del Ventrar, das Rifugio Malga Campei und der Monte Altissimo di Nago. Unten am See war der Parco Termale del Garda in Colà di Lazise die größte Überraschung – der ist erstaunlich ruhig, obwohl er direkt am Ufer liegt.

Wo wohnt man am Gardasee, wenn man Ruhe möchte?

Wir haben unsere Unterkunft bewusst nicht am See gebucht, sondern oberhalb von Brentonico auf rund 900 Metern, mitten im Monte-Baldo-Massiv. Damit hatten wir Berge und See gleichzeitig – und abends Ruhe. In Riva del Garda, Torbole und Malcesine war es im Frühsommer sehr voll.

Kann man den Gardasee auch ohne Wandern von oben erleben?

Ja. Die Monte-Baldo-Höhenstraße führt über rund 70 Kilometer durch das Massiv, mit Blick auf die Brenta-Dolomiten und hinab ins Etschtal. Am Ende geht es in Serpentinen fast 1.000 Höhenmeter hinunter bis ans Ufer bei Castelletto. Unterwegs kann man am Rifugio Bocca di Navene auf 1.424 Metern einkehren.

Wie lange dauert die Wanderung zur Madonna della Corona?

Von Brentino aus sind es 6,6 Kilometer, rund 590 Höhenmeter und etwa vier Stunden – über 1800 in den Fels gehauene Stufen. Deutlich entspannter geht es vom Parkplatz Spiazzi oberhalb der Kirche: von dort sind es nur etwa 30 Minuten hinunter. Der Eintritt ist kostenlos.

Wie weit sind Alleghe und Venedig vom Gardasee entfernt?

Von unserer Unterkunft bei Brentonico waren es nach Alleghe in den Dolomiten rund 2,5 Stunden Fahrt, ein gutes Stück davon über die Dolomitenstaatsstraße. Nach Venedig sind es etwa zwei Stunden. Beides liegt nicht mehr am Gardasee, lohnt sich aber als Tagesausflug, wenn man ohnehin in der Gegend ist.

Wann ist die beste Reisezeit für den Gardasee abseits der Massen?

Wir waren im Mai und Juni 2026 dort, und der Unterschied zwischen oben und unten war extrem: Unten am See war Sommer, auf 1.500 Metern war es Mitte Mai durchaus ein paar Grad kühler. Genau das ist der Vorteil der Höhe – während unten in Riva del Garda, Torbole und Malcesine schon Hochbetrieb herrschte, war es am Monte Baldo ruhig. Eine warme Schicht im Rucksack gehört im Frühsommer trotzdem dazu.

Wie schwer ist die Wanderung zum Rifugio Malga Campei?

Schwerer, als die Zahlen vermuten lassen: 7,5 Kilometer, rund 570 Höhenmeter und etwa vier Stunden. Der Aufstieg auf dem Sentiero 650 hat streckenweise bis zu 30 Prozent Steigung, dazu Geröll und Felsen. Stöcke für den Abstieg sind keine schlechte Idee. Belohnt wirst du mit einem 360-Grad-Panorama auf 1.470 Metern.

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