Eichen, Kiefern, aber auch Farne, Dünen und Moore prägen das Bild des Hohe Mark Steig, Etappe 1. Ich trat in eine völlig andere Welt ein und wanderte begeistert die ersten 23,5 km des Hohe Mark Steig direkt ab Wesel.. Kommt mit und lass dich verzaubern!
Hohe Mark Steig, Etappe 1: Das Wichtigste in Kürze
✅ Etappe 1 führt mich 23,5 km vom Bahnhof Wesel zum Bahnhof Wesel-Blumenkamp – ÖPNV-freundlich angepasst (offiziell: Auesee bis Bärenschleuse)
✅ Die Highlights: der Auesee mit Störchen, der Diersfordter Wald, der Bohlenweg durchs Große Veen und das Naturschutzgebiet Schwarzes Wasser
✅ Nur 70 Höhenmeter, reine Gehzeit 4,5 Stunden, Schwierigkeit mittel – flach, aber mit 23,5 km ordentlich lang
✅ Einkehr in Wesel und in der Gaststätte Pollmann direkt am Bahnhof Blumenkamp
✅ Der Hohe Mark Steig ist als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet und erst seit 2021 eröffnet
✅ Wer mit der Bahn anreist, sollte unbedingt den Weg durch die Weseler Innenstadt wählen. So siehst du Berliner Tor, Willibrordi-Dom und Rheinpromenade und verpasst keine Sehenswürdigkeiten.
Der Hohe Mark Steig ist ein rund 154 km langer Fernwanderweg am Niederrhein, der 2021 eröffnet wurde und in sechs Etappen von Wesel nach Olfen führt. Heute galt es, den Steig im Naturpark Hohe Mark zu erwandern. Etappe 1 stand auf dem Plan. Offiziell startet die erste Etappe am Auesee und endet an der Bärenschleuse. Ich versuche allerdings den Steig so ÖPNV-freundlich wie möglich zu wandern.
Daher startet die erste Etappe für mich am Hauptbahnhof in Wesel (also 4 km vor dem offiziellen Start) und endet am Bahnhof Wesel-Blumenkamp (5 km vor dem offiziellen Ende). Meine Angaben und der GPX-Track sind darauf angepasst. Mit nur 70 Höhenmetern auf 23,5 km zählt Etappe 1 zu den flachsten Abschnitten des Hohe Mark Steig.
| Start: | Bahnhof Wesel |
|---|---|
| Ziel: | Bahnhof Blumenkamp, Wesel |
| ÖPNV | An beiden Bahnhöfen hält der RE19 |
| Parken | Am Bahnhof Wesel gibt es einen P+R. Offizieller Parkplatz am Startpunkt: Parkplatz Auesee, Auedamm 39 |
| Länge: | 23,5 km inkl. Zu-/Abweg |
| Aufstieg/Abstieg: | 70 m |
| Schwierigkeit: | mittel |
| Reine Gehzeit: | 4,5 Stunden |
| Einkehr: | Mehrere Möglichkeiten in Wesel und am Auesee. Gaststätte Pollmann (Bf Blumenkamp) |
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Hohe Mark Steig, Etappe 1: Von Wesel bis Blumenkamp
Wanderweg durch die Hansestadt Wesel
Um kurz vor neun starte ich am Hbf in Mülheim. Der RE49 bringt mich total gemütlich in rund 30 Minuten zum Bahnhof in Wesel. Als ich in Wesel den Hauptbahnhof verlasse entdecke ich direkt das imposante Tor wenige Meter weiter. Es ist das Berliner Tor – welches ich leider verpasse, weil der ausgeschilderte Zuweg zum Hohe Mark Steig vorher nach rechts abzweigt. Leider ist der Zuweg nicht besonders gut ausgeschildert und schon nach einem km und etlichen Kreuzungen finde ich keine Zeichen mehr.
Pro-Tipp: Nehmt den direkten (ab Hbf ausgeschilderten) Weg zum Auesee, mitten durch die City. So bekommt ihr noch ein paar Sehenswürdigkeiten zu Gesicht und könnt das erstaunliche rege Treiben in der Hansestadt Wesel bestaunen.
Ich nehme schließlich auch den direkten Weg, welcher mich noch am Willibrodi-Dom, am Rhein und den Rheinwiesen, dem Flugplatz Wesel und dem Yachthafen vorbei zum Auesee führt. Kurz bevor ich auf den offiziellen Steig treffe entdecke ich auch wieder Zuwegsschilder. 😉 Der Zuweg ist etwa vier km lang.





Panoramablick über den Auesee
Wenige Meter nach dem offiziellen Start gelange in an den wirklich idyllischen Auesee. Ich nehme einen kleinen Abzweig und lege erstmal eine kurze Frühstückspause ein. Ich glaube, mit Grill und Bier könnte man sich dort den ganzen Tag aufhalten.
Der Hohe Mark Steig, Etappe 1, führt mich zunächst am See entlang. Links von mir verläuft ein Deich, auf den ich kurze Zeit später auch wechsele. Kuschelige Schafe begrüßen mich am Wegesrand. Und es dauert auch nicht lange, bis ich auf die Grav Insel gelange, in dessen Umgebung ich unfassbar viele Störche zu sehen bekomme.





Wanderung im Naturschutzgebiet Diersfordter Wald
Völlig begeistert wechsele ich von dort in ein Waldgebiet. Perspektivenwechsel. Über einen Teil des folgenden Stückes führt auch der LandStreifer „Diersfordter Wald“, daher ist mir die Strecke schon bekannt. Nichtsdestotrotz: Der LandStreifer hat mir Anfang des Jahres sehr gut gefallen. 🙂 Ich wandere durch einen Eichenwald, umgeben von hohen Farnen. Es kommt ein bisschen „Urwald-Feeling“ auf.
Vor mir taucht das Wildgatter auf – auf das ich mich schon besonders freue. Vor ein paar Monaten konnte ich ein ganzes Rudel Rehe und Hirsche beobachten. Hier gibt es auch einen Wildbeobachtungspunkt – an dem im Moment leider die Treppe abmontiert ist, sodass man nicht hinaufsteigen kann. Heute bekomme ich jedoch nichts zu sehen. Der Farn ist so hoch, dass sich (vermutlich) jegliches Wild mühelos darin versteckt. 🙂




Hohe Mark Steig, Etappe 1: Bohlenweg durch das Große Veen
Kurz bevor ich diesen Bereich verlasse, sehe ich schon in der Entfernung die windschiefen Kiefern, die mich gleich begleiten werden. Aber nicht nur das: Ich erreiche das „Große Veen“. Gerade roch es noch nach Moos und Farn. Jetzt riecht es nach Kiefern und Sommer. Herrlich! Eine sandige Heidelandschaft führt mich auf die Holzbohlen, die mich durch das Moor führen.




Mit dem Wetter hatte ich heute wirklich Glück – ihr seht es auf den Bildern. Auf dem Weg zum „Schwarzen Wasser“ begann es kurz zu winden und zu regnen und plötzlich donnerte es, immer wieder! Oh Nein! Es gab eine Gewitterwarnung, die ich nicht bekam, da ich den Flugmodus eingeschaltet hatte. 🙂 Nichtsdestotrotz: Wie für mich dahingestellt, kam eine Hütte, welche ich sofort für mich reservierte. 😀 Nach Wetter-Check und kurzer Pause entschied ich weiter zu gehen, es schien nichts mehr zu kommen…
Vom „Schwarzen Wasser“ nach Blumenkamp
Und so war es auch! Bewaldete Dünen, Eichenwälder und Kiefern leiten mich schließlich zum „Schwarzen Wasser“. Das Naturschutzgebiet „Schwarzes Wasser“ ist Wesels ältestes Naturschutzgebiet. Auf mal schmaleren und mal breiteren Pfaden erreiche ich schließlich Blumenkamp, den heutigen Zielort. Hier kürze ich etwas ab und gehe direkt zum Bahnhof, weil: Zeitdruck! Der Zug fährt nur einmal die Stunde.


Wo kann ich auf der Hohe Mark Steig Etappe 1 übernachten?
In Wesel gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten – ich selbst schlafe an meinem ersten Tag zuhause, weil die Bahnverbindung von hier so gut ist. Auf weiteren Etappen ändert sich das… 😉
Meinen Bericht zum Hohe Mark Steig, Etappe 2 habe ich hier niedergeschrieben. Weitere Wanderungen in der Region findest du in meiner Kategorie Niederrhein.
Lohnt sich die erste Etappe des Hohe Mark Steigs?
Ja. Der als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnete Hohe Mark Steig trägt den Beinamen „Mein Band zur Natur“ und das völlig zu Recht. Wenn du abwechslungsreiche Natur ohne viele Höhenmeter suchst, gehört diese Etappe für mich zu den schönsten Fernwanderungen am Niederrhein.
Der Bohlenweg durchs Große Veen war für mich das Herzstück dieser Wanderung. Besonders beeindruckt haben mich auch der Diersfordter Wald und die weiten Ausblicke am Auesee. Dank der guten Bahnanbindung eignet sich die Tour außerdem hervorragend für eine autofreie Tageswanderung. Ich freue mich schon auf die nächsten 130 km.
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FAQ zum Hohe Mark Steig Etappe 1
Offiziell sind es rund 24 km von Auesee bis zur Bärenschleuse. Ich bin sie ÖPNV-freundlich ab und bis Bahnhof gewandert, das macht bei mir 23,5 km inklusive Zu- und Abweg.
Offizieller Start ist der Auesee, offizielles Ziel die Bärenschleuse. Ich starte lieber am Hauptbahnhof Wesel und ende am Bahnhof Wesel-Blumenkamp – beide sind mit dem RE19 direkt erreichbar.
Mit nur 70 Höhenmetern ist sie flach und für mich mittelschwer, vor allem wegen der Länge von 23,5 km. Für die reine Gehzeit habe ich rund 4,5 Stunden gebraucht.
Ja. Genau deshalb habe ich meine Tour leicht angepasst. Sowohl der Bahnhof Wesel als auch der Bahnhof Blumenkamp werden vom RE19 angefahren.
In Wesel und am Auesee gibt es mehrere Möglichkeiten, kurz vor meinem Ziel liegt die Gaststätte Pollmann direkt am Bahnhof Blumenkamp. Für unterwegs würde ich trotzdem Verpflegung einpacken, dazwischen ist lange nichts.
Für mich der Wechsel zwischen Auesee, Eichenwald mit Farnen, der Heidelandschaft im Diersfordter Wald und dem Bohlenweg durchs Große Veen. Gerade das Moor mit seinem Kiefernduft hat mich am meisten verzaubert.
Ja. Wer bereits Wanderungen um die 20 Kilometer gewohnt ist, kann die Etappe gut bewältigen. Durch die wenigen Höhenmeter eignet sie sich auch für Wanderer, die keine Bergtouren mögen.
Besonders schön ist die Tour zwischen April und Oktober. Im Sommer duften Heide, Kiefern und Moor besonders intensiv, während der Herbst den Diersfordter Wald in warme Farben taucht.





1 Kommentar
Hohe Mark Steig, Etappe 2: Auf dem Deich der Issel
8. Februar 2026 um 11:28[…] Plan, den Hohe Mark Steig in meiner Instagram-Story zu dokumentieren, zerschlug sich schon auf der ersten Etappe, weil: Es gab zu großen Teilen überhaupt keinen Empfang. So erstellte ich zwischendurch […]