Ausgelatschte Schuhe.

Kölnpfad Etappe 1: Rodenkirchen – Klettenberg (21 km)

Samstag, 30. Juni 2018, 33 Grad im Schatten: Meine erste Ultra-Wanderung stand vor der Tür! Etappe 1 des KÖLNPFAD legte ich gleichzeitig mit Etappe 11 und 10 in einer 50-km-Wanderung zurück. Ein superschöner Tag mit ganz viel Spaß, Sonne, Schweiß und guten Gesprächen.

Die Fakten

Wegbeschaffenheit: gut begehbare Wege: Asphalt und Waldwege
Schwierigkeit: Mittel

Anfahrt

Start: Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer KVB-Linie 16, Parkplatz: P+R Heinrich-Lübke-Ufer
Ende:
Haltestelle Klettenbergpark KVB Linie 18

GPS-Karte & -Track

Du kannst Dir die Route als GPS-Track herunterladen oder direkt über Komoot speichern und loswandern. Ich bin die Route in umgekehrter Richtung gelaufen, deshalb erscheinen die einzelnen Stationen scheinbar falschherum.

Der Wanderweg

Am 30. Juni 2018 war der große Tag: Heute sollten die Ultrawanderungen und Ultraläufe auf dem KÖLNPFAD stattfinden. Ich hatte meine erste 50-km-Wanderung vor der Brust. Über Booking.com buchte ich mich für das Wochenende im The Ascot Hotel in Köln ein. Denn zum Einen ging es Samstag schon sehr früh los und zum Anderen hatte ich keine Vorstellung davon, wie fit ich wohl am Samstagabend bin. Wäre ich noch in der Lage mein Auto ins Ruhrgebiet zurück zu steuern? Habe ich dann noch Bock dazu?

Ich ließ es nicht darauf ankommen. Freitagabend kam ich in Köln an, holte meine Startunterlagen ab und verbrachte eine total ruhige Nacht im Hotel (auch, wenn es mitten im Belgischen Viertel lag). Am Samstag fuhr ich um kurz nach sieben total gechillt mit dem Taxi zum Startpunkt. Unsere Wanderung startete am Wanderparkplatz am Eifeltor und wir liefen die erste Etappe in umgekehrter Richtung*. Ich war ganz schön aufgeregt. Schaffe ich die 50 km? Bei der Hitze? Am Start gab ein großes Hallo. Viele Gesichter kannte ich bereits von den Trainingswanderungen.

*Der GPS-Track umfasst die komplette und reguläre Strecke der ersten Etappe.

Kalscheurer Weiher

Noch schnell Pipi auffem Dixi. Thorsten gab noch ein paar letzte Instruktionen – unterbrochen vom schnellsten Läufer*, der gerade zufällig passierte und kräftig angefeuert wurde. Weil alle Teilnehmer bereits mit den Hufen scharten, ging es schon ein paar Minuten vor 8.00 Uhr los. Mit rund 200 Personen begaben wir uns auf den KÖLNPFAD. Die eine Hälfte lief – wie ich – 50 km, die andere Hälfte hatte sich stolze 100 km vorgenommen.

*Die Läufer starteten schon am Freitagabend und liefen teils komplett und teils in Staffeln die 171 km des KÖLNPFAD

Zum Glück war es zu diesem Zeitpunkt noch angenehm kühl. Die Stimmung war gut. Lachend und quatschend spazierten wir durch den Kalscheuer Weiher, der sich trotz der vielen Leute ganz ruhig und im besten Licht präsentierte. Nach wenigen Kilometern traf ich Christian wieder. Wir hatten uns schon am Start gesehen und kannten uns bereits aus den Trainingswanderungen. So marschierten wir gemeinsam im Schatten des Waldes weiter.

Friedenswald

Nach rund 10 km erreichten wir an einer Lichtung im Wald den ersten VP. Die Verpflegungsstände im Rahmen des KÖLNPFAD Ultrawandern sind legendär. Es gibt alles und es fehlt quasi nichts. Brot, Kuchen, Käse, Aufstrich, Eier, Limo, Bier, Süßigkeiten, Obst. Ich kann gar nicht alles aufzählen. An späteren VPs gab es sogar verschiedene Eintöpfe, Kaffee, Ultra-Gels – alles, was das Wander- bzw. Läuferherz begehrt!

Ich trank mit einigen anderen Teilnehmern erstmal ein Kölsch*. 😀 Danach frühstückten wir zügig, deckten uns vorsorglich mit zusätzlichen Getränken ein (Nein, kein Bier!). Schließlich machten wir uns mit einer Stulle in der Hand wieder auf den Weg. Zeitverlust: 10 Minuten. Höhö.

*Ich HASSE Kölsch! Dennoch habe ich es diesen Sommer ziemlich oft getrunken und schuld ist nur der KÖLNPFAD. 😉

Rheinufer “Weißer Bogen”

Mittlerweile war es 10 Uhr durch. Mit 6 km/h waren wir noch flott unterwegs. Die Uhr hatten wir natürlich immer im Blick. Ich hatte für meine 50 km 12 Stunden Zeit, Christian lief 100 km und hatte dafür 24 Stunden Zeit. Wir steuerten auf den Rhein zu und die Hitze machte sich nun deutlich bemerkbar. Kopftücher und Sonnenhüte erblickten das Licht des Tages. Am Rheinufer angelangt machten wir Witzchen. Könnte man doch jetzt einfach mit dem Schiff übersetzen und sich einige Kilometer sparen…

Bootshaus “Alte Liebe”

Wir nahmen natürlich den offiziellen Weg und wanderten am idyllischen Rheinufer auf die Rodenkirchener Brücke zu. Wir freuten uns über jedes Bäumchen das Schatten spendete und mit der Hitze verringerten wir auch die Geschwindigkeit – wir hatten ja noch was vor uns. Villen und besonders aufwendig gestaltete Vorgärten zogen sich am Rheinufer entlang. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht heraus. Einige Anwohner hatten sogar Schilder und Banner angebracht, um die Läufer und Wanderer auf dem KÖLNPFAD zu unterstützen.

Kurz vor der Rodenkirchener Brücke erblickten wir das Boothaus „Alte Liebe“. Ein kleines, schnuckeliges Restaurant auf einem Schiff am Rhein. Leider habe ich vergessen es abzulichten… Unterhalb der Brücke befand sich ein Dixi-Klo. Gott! Sei! Dank! Die Rückwand war eingedrückt und es war auch nicht sehr einladend – egal. In der Not… Wir hatten schon rund 18 Kilometer geschafft und stiegen nun in die 11. Etappe des KÖLNPFAD ein.

Hier findest Du eine Übersicht über den KÖLNPFAD und alle Etappen. Wie war Deine Wanderung auf der ersten Etappe? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Bei ‚Ausgelatschte Schuhe. Das Wanderblog.‘ schreibt Bina über Wander-, Berg- und Gipfeltouren. Neben Tipps zur Ausrüstung und Planung von Wanderungen, berichtet sie über Reisen und Kurztrips. Sie bloggt seit 2008 auf verschiedenen Plattformen, liebt Kaffee, die Berge und die Natur. Sie ist Texterin und Bloggerin. Hier erfahrt Ihr mehr.

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