Alle Navis zeigen auf einen Weg, den es nicht gibt. Vier Wandernde stehen ratlos auf dem Hockstein. Und dann entdecke ich ein Wegzeichen, gehe drei Schritte – und stehe vor einer steilen Treppe, die in eine Leiter mündet. Ins Dunkel. Willkommen auf der Malerweg Etappe 2 – lies selbst, wie es weitergeht! 🙂
Die Fakten: Malerweg Etappe 2 – Stadt Wehlen bis Hohnstein
🎯 Start: Stadt Wehlen, Marktplatz
🎯 Ziel: Hohnstein, Burg Hohnstein
🅿️ Parken: Hohnstein Eiche, P3 (Teichgasse 1, 01848 Hohnstein) am Etappenziel. Von dort mit Bus 237 bis Rathewalde P+R und weiter mit Bus 239 nach Stadt Wehlen, Karl-Marx-Platz.
Ohne Auto: S-Bahn bis Stadt Wehlen, dann mit der Fähre über die Elbe oder direkt mit dem Bus zum Karl-Marx-Platz. Infos zur Anreise auf der Malerweg-Seite
🎒 Länge: 13,5 km mit Umleitung durch die wirklich sehenswerten Schwedenlöcher (offiziell 10,9 km)
⏱️ Dauer: meine reine Gehzeit: 3 Std. 45 Min. für 13,5 km – offiziell sind 4 Std. 45 Min. für 10,9 km angesetzt, und die brauchst du auch: fürs Gucken, Fotografieren und Abstecher abseits des Weges 🙂
⚖️ Schwierigkeit: mittel – für geübte Wanderer
🪜 Stufen: rund 850 durch die Schwedenlöcher, rund 300 hinauf auf den Hockstein
🏔️ Höhenmeter bergauf: 541 hm
🏔️ Höhenmeter bergab: 362 hm
🍽️ Einkehrmöglichkeiten: Imbiss „Zur Habe“ (Stadt Wehlen) · Waldgaststätte Steinerner Tisch · an der Bastei: Panorama-Restaurant vom Berghotel, Biergarten, Imbiss und Kiosk · Gasthaus Polenztal
🎉 Highlights: Steinerner Tisch · Bastei mit Basteibrücke · Schwedenlöcher · Hockstein · Wolfsschlucht · Burg Hohnstein
👞 Beste Wanderzeit: Frühjahr bis Herbst – im Winter kann ich mir einige Passagen schwierig vorstellen. Und die Bastei besser nicht am Sonntagmittag. Samstag und Feiertag reihen sich da wohl ein. 🙂
⚠️ Wichtig: Nach einem heftigen Unwetter am 31. Juli 2026 war die Etappe teilweise gesperrt, und ich bin am 27. September 2026 die offizielle Umleitung gegangen. Mehr dazu weiter unten bei den Schwedenlöchern. Schau vor deiner Tour unbedingt nach aktuellen Umleitungen auf dem Malerweg.
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Die Malerweg Etappe 2 führt von Stadt Wehlen nach Hohnstein. Ich bin sie auf der 13,5 Kilometer langen Umleitung gegangen: vorbei an der Bastei, durch die Schwedenlöcher, über den Hockstein und durch die Wolfsschlucht. Für mich war das die allererste Etappe auf dem Malerweg.
Ich wollte eine Region in Deutschland erkunden, in der ich noch nie gewesen bin – und die Sächsische Schweiz hat mein Herz im Sturm erobert! ❤️ Gleich am ersten Tag hat mir dieser Weg gezeigt, was er drauf hat: Sandsteinfelsen, Stufen ohne Ende, hunderte Menschen an der Bastei und eine Schlucht, deren Eingang keiner gefunden hat.
In diesem Artikel nehme ich dich mit auf die ganze Etappe – mit allen praktischen Tipps, die ich unterwegs gesammelt habe. Und ich erzähle dir, warum ausgerechnet der Moment, in dem kein Navi mehr weiterwusste, für mich einer der schönsten des ganzen Tages war.
Der Start: mit der Fähre nach Stadt Wehlen
Meine Malerweg-Etappe 2 beginnt am Bahnhof in Bad Schandau. Dort steige ich in die S-Bahn und fahre bis zur Station Stadt Wehlen. Die liegt allerdings erst mal auf der falschen Seite der Elbe. Aber das ist nicht schlimm, denn eine kleine Fähre bringt dich rüber. 🙂
Und was soll ich sagen: Schon der Weg zur Fähre ist ein Bild wie gemalt. Da ist die Elbe, das Elbtal, dahinter die ersten Hügel und drüben wartet schon Stadt Wehlen. Kein Wunder, dass dieser Weg Malerweg heißt. Im 18. und 19. Jahrhundert zogen nämlich bekannte Maler durchs Elbsandsteingebirge und haben die dramatischen Felsen, Schluchten und Tafelberge in unzähligen Gemälden und Zeichnungen festgehalten.
Der heutige Fernwanderweg ist rund 116 Kilometer lang und folgt weitgehend den historischen Pfaden dieser Maler. Ich wandere also quasi den Künstlern hinterher.
Die Fähre ist erstaunlich voll. Ganz viele Leute mit Rucksäcken, Wanderschuhen und Wanderstöcken. Ich denke so: Oha, wollen die jetzt alle auf den Malerweg? Nach dem Aussteigen verläuft es sich zum Glück ein bisschen. Aber ein Teil läuft tatsächlich in meine Richtung. Stadt Wehlen ist nämlich das Ziel der ersten Etappe und der Startpunkt der zweiten. Man könnte also von hier aus auch die erste Etappe rückwärts gehen.
Wer aus der Fähre steigt, steht erst mal vor der sogenannten Radfahrerkirche. Was es mit der auf sich hat? Ich weiß es nicht. (Ich hab auch nicht nachgeschaut. Wenn du es weißt: Schreib es mir gerne in die Kommentare!) Direkt davor liegt der idyllische Marktplatz – und genau dort geht es auf den Malerweg.
Die ersten Meter führen an der Elbe entlang, vorbei am Imbiss „Zur Habe“. Von dem hatte ich vor meiner Reise schon gehört – und er sah wirklich toll aus! Aber als ich vormittags vorbeikam, hatte er noch zu. Und ehrlicherweise war ich ja auch gerade erst losgelaufen.
Stufen, Sandstein und der Steinerne Tisch
Lange dauert es nicht, bis der erste Anstieg kommt. Und mit ihm die ersten Stufen. Es geht auf den Schwarzenberg. Der Malerweg wird ja auch der „Weg der Stufen“ genannt – und das merkst du schon auf dieser Etappe sehr deutlich.



Dann tauchen die ersten Sandsteinfelsen auf, und ich denke nur: Wow. Es geht stramm bergauf, größtenteils durch einen wunderschönen Wald. Es war zwar Herbstanfang, aber vieles war noch grün, das Wetter war großartig, und zwischendurch segelten immer mal so ganz sachte die ersten fallenden Blätter durch die Luft. Das sah toll aus. Unterwegs gibt es immer wieder Aussichtsplattformen, an denen du Pause machen kannst.



Der Aufstieg endet am „Steinernen Tisch“, einem historischen Rastplatz mitten im Wald. Natürlich ist alles aus Sandstein: der Tisch, die Sitze und die Bänke. Dahinter steckt eine Jagdgeschichte.
Angeblich wurde der Platz 1710 für vornehme Gäste einer kurfürstlichen Jagd aufgestellt. Auf dem Tisch sind ganz viele Buchstaben eingemeißelt, und die sollen die Initialen der anwesenden Jagdgäste sein. So erzählt es jedenfalls der Volksmund. 🙂
Direkt daneben liegt die Waldgaststätte Steinerner Tisch. Ich hab nur kurz reingeschaut, aber sie sah richtig schön aus: viel Platz und es wurde gegrillt.
Vom Steinernen Tisch ist es nicht mehr weit bis zur Bastei. Und du merkst es, lange bevor du ankommst. Du hörst sie nämlich schon. Die Menschen.
Malerweg Etappe 2: Die Bastei an einem Sonntagmittag (bitte nicht nachmachen)
Und dann, kurz vor der Bastei, lese ich in großen Buchstaben: Usedom. Hä? Habe ich mich etwa verwandert? 🙂 Nein, die Insel macht hier nur Werbung – aber für einen Moment war ich sehr amüsiert.
Ich bin an einem Sonntag gewandert und war mittags an der Bastei. Der denkbar schlechteste Zeitpunkt. 🙂 Es war unfassbar voll, da waren hunderte von Menschen. Klar, die Bastei ist eben das Highlight am Weg – und eins, das man auch ganz einfach mit dem Bus oder dem Auto erreichen kann.
Natürlich wollte ich trotzdem die Basteibrücke sehen: eine 76 Meter lange Steinbrücke mit spektakulären Aussichten. Die habe ich gemacht, und den Skywalk auch. Den kostenpflichtigen Rundgang durch die Felsenburg Neurathen und viele der Aussichtspunkte habe ich dagegen ausgelassen. Man kam einfach kaum vorwärts.

Ich war ehrlich gesagt froh, als ich wieder weg war. Mein Tipp: Wenn du die Bastei in Ruhe genießen willst, dann such dir einen anderen Tag oder eine andere Uhrzeit aus als ich.




Verhungern musst du an der Bastei übrigens nicht. Es gibt das Panorama-Restaurant vom Berghotel, einen Biergarten, einen Imbiss und einen Kiosk.
Schwedenlöcher statt Amselgrund: Lohnt sich die Umleitung?
Ja, unbedingt – auch wenn es zum ersten Mal anders kam als geplant. Regulär führt die Malerweg Etappe 2 von der Bastei über den Basteiweg hinunter nach Kurort Rathen und dann durch den Amselgrund, vorbei an der Felsenbühne Rathen und am Amselsee. Nach einem heftigen Unwetter am 31. Juli 2026 war der Amselgrund aber gesperrt. Der Amselsee und die Felsenbühne waren für mich also nicht drin.
Stattdessen ging es über die offizielle Umleitung, die gleichzeitig eine Alternativroute ist: von der Bastei ein Stück zurück und kurz vor dem Hotelparkplatz rechts der Markierung „blauer Strich“ Richtung Schwedenlöcher folgen. An einem kleinen Rastplatz geht es links hinunter in die Schwedenlöcher und bis in den Amselgrund.
Und ganz ehrlich? Die Umleitung durch die Schwedenlöcher hat sich gelohnt. Die Schwedenlöcher sind eine wild-romantische, klammartige Schlucht. Du läufst zwischen engen, moosbewachsenen Felswänden hindurch, und es geht runter, runter, runter. Rund 850 Stufen sind es bis in den Amselgrund. Ein Schritt reicht. Dann der nächste. 🙂






Vom Amselgrund ging es über die Umleitung weiter bis Rathewalde und von dort auf den Hockstein. Es gab hier auch nur noch rund 300 Stufen bis nach oben zu überwinden – den Rest waren wir zuvor ohne Stufen bergauf gelaufen.


Der Hockstein: das Ziel vor Augen
Der vorletzte Anstieg führt auf den wunderbaren Hockstein. So schön der Malerweg auch ist, er ist auch echt anstrengend. Oben gibt es mehrere Aussichtsplattformen, eine hervorragende Aussicht ins Polenztal und einen grandiosen Blick hinüber zur Burg Hohnstein. Also zum Etappenziel.



Und dann stehst du da oben, du siehst dein Ziel – und alles, was dazwischen liegt. Du weißt genau, um dahin zu kommen, musst du einmal den ganzen Berg runter, durch das Tal, wieder ganz hinauf und noch ein Stück höher. Das hast du auf dem Malerweg übrigens öfter. 🙂
Genau hier steckt einer meiner liebsten Coaching-Gedanken: Du musst dein Ziel kennen und nur entscheiden, OB du es machst. Den Weg dorthin musst du nicht kennen. Er zeigt sich dir mit jedem Schritt, den du gehst.
Auf dem Hockstein habe ich das ganz wörtlich erlebt. Das Ziel war klar: Die Burg Hohnstein lag direkt vor mir, dazwischen das tiefe Tal. Nur den Weg dorthin konnte ich nicht finden. Und als er sich dann zeigte, war das eine ziemliche Überraschung.
Die Wolfsschlucht: ein Loch im Fels und eine Leiter ins Dunkel
Auf dem Hockstein bin ich nicht allein angekommen, sondern mit drei Spaniern. Kennengelernt hatten wir uns, so meine ich mich zu erinnern, weil wir schon vorher einmal zufällig an derselben Stelle standen und nicht wussten, wo es weitergeht. So kamen wir ins Gespräch. Verlaufen als Türöffner, sozusagen. 🙂
Und jetzt standen wir wieder da. Alle zusammen. Und alle vorhandenen Navis zeigten den falschen Weg an. Beziehungsweise einen Weg, den es scheinbar gar nicht gab.
Nachdem wir noch andere Wanderer befragt hatten, entdeckte ich an der Stelle, die sie uns beschrieben hatten ein Wegzeichen. Ich rufe noch rüber: „Ah, here!“ Alle marschieren los. Wir gehen drei Schritte um die Ecke – wo augenscheinlich nur eine Felswand war – und auf einmal sehen wir es: eine steile Treppe, die in eine Leiter mündet, die ins Dunkel führt.
Ich stehe als Erste davor und meine nur: Oh. Dann kommen die anderen hinterher. Und alle so: Oh.
Ich bin dann natürlich auch als Erste runtergestiegen, weil ich halt vorne war. Im Dunkeln hinter der Leiter entdecke ich ein Loch im Fels – genau dort ging es weiter, mitten in den Felsen hinein.
Und weißt du, was ich in dem Moment gedacht habe? Dass ich gerade ein bisschen froh bin, genau hier nicht alleine unterwegs zu sein. So alleine über eine Leiter ins Dunkel hinabzusteigen, das wäre schon komisch. (Dass manches alleine komisch ist, sollte ich auf einer späteren Etappe übrigens noch einmal erfahren. Stay tuned!)
Danach geht es auf ganz schmalen Eisentreppen mitten durch den Fels, Richtung Polenztal. Das erste Stück ist dunkel, dann fällt immer wieder ein bisschen Licht durch kleine Felsspalten herein. Es war sehr spannend und sehr aufregend. Und es war einfach cool! 🙂 Ein wunderbarer Vorgeschmack auf das, was auf dem Malerweg noch kommen sollte.




🌟 Mein Lieblingsmoment: Dieser eine Augenblick vor der Leiter ins Dunkel, als wir alle nur noch „Oh“ sagen konnten – das war für mich einer der schönsten Momente des ganzen Tages. Wenn du hier stehst: Hab’s nicht eilig. Bleib auf den Eisentreppen ruhig mal kurz stehen, da wo das Licht durch die Felsspalten fällt, und schau nach oben. 🙂
Durchs Polenztal hinauf nach Hohnstein
Nach der Wolfsschlucht wanderst du durchs Polenztal. Hier liegt auch das Gasthaus Polenztal, falls du vor dem letzten Stück noch einmal einkehren möchtest.
Und dann kommt er: der Schlussaufstieg nach Hohnstein. Ganz oben thront die mittelalterliche Burg Hohnstein, die ich vom Hockstein aus schon die ganze Zeit vor Augen hatte. Runter, rauf und noch ein Stückchen höher. Geschafft! 🙂
Was mir der Tag gezeigt hat: Allein losgehen heißt nicht, allein bleiben
Grundsätzlich war ich auf dem Malerweg allein unterwegs. Und an diesem Tag ist mir einmal mehr klar geworden: Vieles ist in der Gemeinschaft einfacher. Das heißt aber nicht, dass man nicht allein wandern sollte. Man kann auch einfach allein losgehen – und unterwegs finden sich Menschen.
So war es auch in den Tagen danach. Man hat sich immer wieder getroffen, weil man sich schon öfter gesehen hatte. Man hat sich unterhalten, zusammen Pause gemacht, was gegessen, was getrunken und ist ein Stück zusammen gegangen. Und dann ist man wieder allein weitergegangen, bis man sich beim nächsten Mal gesehen hat.
Ich kenne diesen Satz: „Wenn ich mal mehr Mut habe, dann gehe ich auch allein wandern.“ Oder: „Wenn erst mal dies und das passiert ist, dann …“ Aus meiner Erfahrung wird aus „irgendwann“ meistens „nie“. Meine Blogcoach Judith hat dafür übrigens ein herrliches Wort: der Irgendwahn. 🙂
Und noch etwas hat mich an diesem Tag begeistert: Als alle Navis versagt haben, hat uns ein ganz einfaches Wegzeichen den Weg gezeigt. Der richtige Weg sah komplett anders aus, als wir erwartet hatten. Nicht schön ausgebaut und gut sichtbar, sondern ein Loch im Fels mit einer Leiter ins Dunkel. Ich glaube, das kennen viele von uns auch aus dem Leben: Der Weg, der uns wirklich weiterbringt, ist meistens nicht der, der gemütlich zu gehen ist. Er ist der, vor dem wir kurz stehen und „Oh“ sagen.
✨ Mein Coaching-Impuls: Und das Schöne daran: Ich musste nicht wissen, wie es da unten aussieht. Ich musste nur die erste Sprosse nehmen. Ein Schritt reicht. Dann der nächste. Vielleicht stehst du gerade auch vor so einem Loch im Fels und sagst erst mal nur „Oh“. Was wäre deine erste Sprosse?
Meine Tipps für die Malerweg Etappe 2
Wie findest du den Einstieg in die Wolfsschlucht? Auf dem Hockstein gibt es einen Rastplatz mit einem Pausenhaus. Geh vor dem Pausenhaus links. Gleich danach zweigt ein Weg nach rechts ab – der ist es nicht, auch wenn man das meinen könnte! Dreh dich stattdessen wieder nach links, dann siehst du das Wegzeichen. Drei Schritte weiter stehst du vor der Treppe, die in die Leiter ins Dunkel führt.
Einen Track mitnehmen und – wichtig – für „offline“ speichern: Meine Strecke mit der Umleitung über die Schwedenlöcher findest du auf Komoot. Ansonsten ist die Etappe gut markiert, hauptsächlich mit Wegweisern. Aber Empfang hast du oft keinen, so dass dir ein nicht gespeicherter GPX-Track nur bedingt weiterhilft.
Die Bastei nicht am Sonntagmittag: Wenn du die Basteibrücke, den Skywalk und die Felsenburg Neurathen in Ruhe erleben willst, wähl einen anderen Zeitpunkt als ich. 🙂
Schuhe und Stöcke: Du läufst überwiegend auf Waldwegen und Stufen, an der Bastei natürlich auch auf Asphalt. Stöcke und gut besohlte Wanderschuhe sind von Vorteil – spätestens auf den rund 850 Stufen durch die Schwedenlöcher wirst du mir recht geben. Und falls du unterwegs merkst, dass dir doch noch etwas fehlt: In Hohnstein gibt es mit Bergsport Arnold ein Geschäft für Wander- und Kletterausrüstung.
Gästekarte nutzen: Mit der Kurkarte bzw. Gästekarte Sächsische Schweiz fährst du kostenlos mit Bus, Bahn und fast allen Fähren (nicht allen!). Dazu gibt es noch viele weitere Vergünstigungen. Damit klappt auch die Anreise mit S-Bahn und Fähre nach Stadt Wehlen.
Feste Unterkunft statt täglichem Wechsel: Ich wollte nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln. Außerdem wollte ich in die Therme in Bad Schandau, und das alles im Rucksack mitzuschleppen hätte nicht funktioniert. Für die Etappen oberhalb der Elbe war ich deshalb in der Schrammsteinbaude in Bad Schandau, von der ich sehr begeistert war. Für die unteren Etappen war ich in Königstein bzw. Pfaffendorf in einer Ferienwohnung. Der Preis dafür: Für Etappe 2 hatte ich eine etwas längere Anfahrt, und da hat es kaum einen Unterschied gemacht, ob mit Bahn oder Auto.
Einkehren ohne Ende: Auf dieser Etappe musst du dir um Verpflegung wirklich keine Sorgen machen. Hier nur ein paar von vielen Möglichkeiten:
- Imbiss „Zur Habe“ direkt an der Elbe in Stadt Wehlen – wenn du die erste Etappe regulär gegangen bist, ist er sicherlich eine perfekte Einkehrmöglichkeit
- Waldgaststätte Steinerner Tisch mit Grill und viel Platz
- An der Bastei: Panorama-Restaurant vom Berghotel, Biergarten, Imbiss und Kiosk
- Gasthaus Polenztal
Umleitungen checken: Nach dem Unwetter im Sommer 2026 waren Teile der Etappe gesperrt, inzwischen ist einiges wieder freigegeben. Schau vor deiner Tour auf der Malerweg-Seite nach dem aktuellen Stand.
Mein Fazit zur Malerweg Etappe 2
Sandsteinfelsen, rund 850 Stufen in den Schwedenlöchern, hunderte Menschen an der Bastei, ein Blick vom Hockstein aufs Ziel und eine Leiter ins Dunkel: Für eine allererste Malerweg-Etappe war das der helle Wahnsinn! Und nebenbei habe ich noch etwas gelernt: dass ich allein losgehen kann und trotzdem nicht allein bleiben muss.
Versteh mich nicht falsch: Ich liebe es, allein zu wandern. Ich kann stehen bleiben und fotografieren, so oft ich will, Pausen machen und in meinem Tempo gehen, ohne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Aber es ist schön zu wissen, dass ich mich unterwegs auch einfach mal ein Stück anschließen kann.
Nach den spektakulären, aber anstrengenden Kilometern der zweiten Malerweg-Etappe fand der Tag in Bad Schandau seinen perfekten Ausklang auf dem Teller. Passend zur Grenznähe gab es ein sächsisch-böhmisches Crossover: butterzartes Schwarzbiergulasch mit fluffigen böhmischen Knödeln.
Im Glas dazu ein regionales Schwarzbier – wobei ich ehrlich zugeben muss: Mein neuer Lieblingsdrink wird das herbe Dunkle nicht. Dem Gulasch hat es aber keineswegs geschadet, die malzig-kräftige Soße war ein absolutes Gedicht und der perfekte Energienachschub für die müden Wanderbeine.
Wie geht es weiter? Auf einer der nächsten Etappen wartet ein Moment, in dem ich gemerkt habe, dass manches allein eben doch komisch ist. Stay tuned! 🙂
Und jetzt du: Gehst du lieber allein wandern oder mit anderen? Oder wartest du noch auf den Mut für deine erste Solo-Tour? Schreib es mir gerne in die Kommentare!
Wandere achtsam – auf dem Weg und auf deiner inneren Reise.
Bis zur nächsten Tour, deine Bina ❤️
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FAQ Malerweg Etappe 2: Stadt Wehlen bis Hohnstein
Offiziell ist die Etappe von Stadt Wehlen nach Hohnstein 10,9 Kilometer lang, angesetzt sind 4 Stunden 45 Minuten. Mit der Umleitung durch die Schwedenlöcher waren es bei mir 13,5 Kilometer, meine reine Gehzeit lag bei 3 Stunden 45 Minuten. Plane trotzdem die volle Zeit ein, fürs Gucken und Fotografieren.
Ich würde sie als mittelschwer einstufen, mit 541 Höhenmetern bergauf und 362 bergab. Anstrengend sind vor allem die vielen Stufen: rund 850 durch die Schwedenlöcher und rund 300 hinauf auf den Hockstein. In der Wolfsschlucht geht es über eine Leiter und schmale Eisentreppen.
Der Steinerne Tisch, die Bastei mit der Basteibrücke, die Schwedenlöcher, der Hockstein mit Blick auf die Burg Hohnstein und die Wolfsschlucht. Mein persönliches Highlight war der Abstieg in die Wolfsschlucht.
Auf dem Hockstein gehst du vor dem Pausenhaus links und ignorierst den Weg, der gleich danach nach rechts abzweigt. Dreh dich wieder nach links, dann siehst du das Wegzeichen. Drei Schritte weiter beginnt die Treppe in die Schlucht.
Auf keinen Fall am Sonntagmittag – wenn es sich vermeiden lässt, da waren bei mir hunderte Menschen unterwegs. Samstag und Feiertage reihen sich da wohl ein. Die Bastei ist auch mit Bus und Auto erreichbar und deshalb oft voll. Wähl lieber einen anderen Tag oder eine andere Uhrzeit.
















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