Zuletzt aktualisiert am 27. Dezember 2025
Wandern auf dem DeilbachSteig – das bedeutet schmale Pfade, weite Ausblicke auf die Ruhrschleife und ein überraschend grünes Ruhrgebiet. Mitte Oktober startete ich mit meinen Bloggerfreundinnen – den „Wandermädels“ – zu einem entspannten Wanderwochenende. Begleitet von Panda und Riley, den Wanderhunden, erlebten wir eine Route voller Naturhighlights – vom Langenberger Sender bis zur Ruine Isenburg. Komm mit auf eine Wanderung, die zeigt, wie vielseitig das Ruhrgebiet wirklich ist!
Die Fakten: DeilbachSteig auf einen Blick
📍 Lage: Essen, Velbert & Hattingen im Ruhrgebiet
🥾 Länge: ca. 33 km (Tipp: In 2 Etappen aufteilen, Velbert-Langenberg – Essen-Kupferdreh – Velbert-Langenberg. So lässt sich der Deilbachsteig gut halbieren)
⏱️ Dauer: 9,5 Stunden (Gehzeit)
⛰️ Höhenmeter: ca. 1060 m (500 m + 420 m)
🚶 Schwierigkeit: mittel – schwer (Trittsicherheit erforderlich)
📆 Eröffnet: 6. Juni 2023
🐾 Geeignet für Hunde: ✅ (mit Leine & guter Kondition)
🍽️ Einkehrmöglichkeiten: Am Baldeneysee (Essen-Kupferdreh), in Velbert-Langenberg
🌿 Highlights: Ruhrschleife Hattingen, Ruine Isenburg, Baldeneysee, Langenberger Sender
🅿️ Parken & Anreise: P+R an den Bahnhöfen Velbert-Langenberg & Essen-Kupferdreh, Anbindung über S-Bahn-Linie S9
🧭 GPX-Track: Direkt unter dieser Info-Box
💡 Tipp: Wanderschuhe mit gutem Profil sind Pflicht – bei Nässe kann es rutschig werden!
Mitte Oktober startete ich in ein superschönes und entspanntes Wanderwochenende auf den DeilbachSteig. Mit von der Partie waren die „Wandermädels“ Dina, Natalie und Steffi. Außerdem die beiden Wanderhunde Panda und Riley. ❤️
Der Rundweg ist 33 km lang und bringt rund 1000 Höhenmeter mit. In großer Runde führt der Steig von Essen-Kupferdreh über Velbert und Hattingen zum Start zurück. Benötigt wird in jedem Fall ein bisschen Übung im Wandern und auch Kondition, da der DeilbachSteig durchaus herausfordernd ist. Festes Schuhwerk und eine Sohle mit gutem Grip sind ebenfalls unerlässlich, denn wenn es nass ist, gerät man stellenweise ins Rutschen.
Werbehinweis:
Gesponsert wurden wir übrigens von der Essen Marketing GmbH, die uns eine Übernachtung im Moxy Hotel organisierte, sodass wir den DeilbachSteig gemütlich in zwei Etappen gehen konnten. Infos zur Übernachtung gibt es weiter unten.
Der DeilbachSteig ist übrigens der Jüngste von insgesamt vier Wandersteigen in Essen. Er wurde erst am 6. Juni 2023 eröffnet. Sein Wanderzeichen ist eine blaue Wasserwelle auf weißem Grund mit drei roten Punkten.
Außerdem verlaufen in Essen noch der BaldeneySteig, der Kettwiger PanoramaSteig und der ZollvereinSteig. Hier findest du meine Wanderberichte zu den anderen Wandersteigen im Ruhrgebiet:
- Kettwiger PanoramaSteig Süd
- Kettwiger PanoramaSteig Nord
DeilbachSteig, Etappe 1: Velbert-Langenberg bis Essen-Kupferdreh
Wir starteten unsere Wanderung am Bahnhof in Velbert-Langenberg. Von dort wanderten wir 18 km bis zum Bahnhof in Essen-Kupferdreh (wo sich der offizielle Startpunkt des Deilbachsteigs befindet). Rund 500 Höhenmeter legten wir dabei zurück.
Direkt hinter dem Bahnhof stiegen wir zum Aufwärmen unzählige Treppen hinauf, um direkt danach wieder bergab bis ganz nach unten zu gehen. 😀 Von dort wanderten wir zunächst durch das historische Velbert-Langenberg. Unter anderem passierten wir dabei das Bürgerhaus Langenberg, bevor es direkt in den Wald und wieder bergauf ging.
Der Langenberger Sender begleitete uns übrigens von Anfang an fast den ganzen Tag. (Spoiler: Auch am zweiten Tag hatten wir ihn nahezu immer im Blick und passierten ihn zum Finale.) Wir trafen übrigens öfter auf den Bergischen Weg, den Neanderlandsteig und diverse Entdeckerschleifen.
Im Tal des Asbachs und des Deilbachs
Nach einigen Auf- und Abstiegen gelangten wir in das idyllische Naturschutzgebiet Asbachtal. Wir ließen uns davon verzaubern, wunderten uns jedoch, warum wir den Deilbach noch gar nicht gesehen haben!? Unserer Aufmerksamkeit war entgangen, dass der Deilbach direkt am Bahnhof in Velbert-Langenberg fließt – zum einen. Zum anderen gelangten wir kurz darauf auch in das Tal des Deilbachs. 🙂
Der Deilbach ist übrigens ein ca. 21 km langer linksseitiger Nebenfluss der Ruhr. Er entspringt in Wuppertal-Barmen und mündet in die zum Baldeneysee aufgestaute Ruhr.



Und schon näherte sich unsere Wanderung dem Ende. Wir stiegen nach Essen-Kupferdreh ab, überquerten die Gleise der historischen Hespertalbahn und erreichten den Baldeneysee. Wir wanderten ein Stück am Ufer des Sees und entdeckten gegenüber der Eisenbahnbrücke Kupferdreh einen Imbiss, an dem es die obligatorische Currywurst für die Wandermädels gab. 😀
Gut zu wissen: Die Museumszüge der Hespertalbahn fahren eigentlich nur in den Sommermonaten. Zur Weihnachtszeit gibt es aber Sonderfahrten, wie zum Beispiel den Nikolausexpress.



Nach diesem schönen Ausklang folgten wir dem Deilbachsteig (am historischen Bahnhof Kupferdreh vorbei) bis wir den S-Bahnhof Essen-Kupferdreh erreichten – womit unsere erste Etappe auf dem Wanderweg endete.
Übernachtung am DeilbachSteig
Vom Bahnhof aus fuhren wir etwa 10 Minuten mit der S9 zum Hauptbahnhof in Essen. In der Innenstadt befindet sich das Moxy Hotel, in welches die Stadt Essen uns einquartiert hatte. Nach dem Check-in bezogen wir unsere gemütlichen Zimmer. Für Natalie und Dina mit den Wanderhunden gab es extra Hunde-Zimmer.
Im wirklich gemütlichen Aufenthaltsbereich des Hotels gab es später noch eine Kleinigkeit zu essen und wir ließen unseren ersten Wandertag nachwirken. Nach einer Nacht, in der ich hervorragend geschlafen habe, gab es schließlich ein ausgiebiges Frühstück.
So waren wir startklar für den zweiten Tag auf dem Deilbachsteig! 🙂



DeilbachSteig, Etappe 2: Essen-Kupferdreh bis Velbert-Langenberg
Vom Essen Hbf auf brachte uns die S9 wieder zurück zum Bahnhof Essen-Kupferdreh, von wo aus wir direkt wieder auf den Deilbachsteig gelangten.
Auf unserem Weg durch Kupferdreh querten wir zunächst den Deilbach. Anschließend passierten wir die Karl-Funke-Stiftung und das ehemalige Rathaus Kupferdreh, bevor wir in den Wald gelangten. Tatsächlich führte uns der Deilbachsteig heute zunächst gemäßigt, mit nur kleinen Anstiegen, durch die landschaftlichen Schönheiten.



Von Hügel zu Hügel durch das Ruhrgebiet
Das änderte sich jedoch ab Kilometer 5. In langen Anstiegen (die wir danach – natürlich – auch wieder hinabwanderten) erklommen wir Hügel und Hügel die Höhen des Ruhrgebiets. Zum Glück gab es vorher dem ersten richtigen Anstieg noch eine Gelegenheit zur Pause, die von netten Menschen für freundliche Wanderer bereitgestellt wurde: 🙂


Anschließend erklommen wir den ersten Hügel, der uns mit tollen Aussichten und einem urigen Wald belohnte. Tatsächlich begann es auch kurz und heftig zu regnen als wir bereits oben waren. Aber der Wald bot uns ausreichend Schutz, sodass wir den Regen abwarten und dann weitergehen konnten.



Von dort ging es erst einmal wieder abwärts, um direkt danach den Isenberg zu besteigen. Vom dort aus hatten wir einen großartigen Blick auf die Ruhrschleife in Hattingen bestaunen. Kurz darauf erreichten wir die Ruine Isenburg, welche wir ausgiebig bestaunten.
Ruine Isenburg auf dem Isenberg
Während wir durch die Grundmauern der Burgruine streifen, entdecken wir ein gruseliges Denkmal, welches ein Rad mit einer Person zeigt. Eine Recherche ergibt, dass an den ursprünglichen Besitzer der Burg, Graf Friedrich von Isenberg, erinnern werden soll. Er wurde 1226 auf diese Weise hingerichtet.
Zwischen der Grundmauern befindet sich ein neueres und komplett erhaltenes Landhaus. Es ist das Haus Custodis, welches erst 1855 erbaut wurde.





Direkt hinter der Isenburg tat sich ein mystisch anmutender Buchenwald auf. Vermooste Bäume und Pfade, teils auf Fels, begeisterten uns. Und auch die Sonne zeigte sich wieder, was den Wald noch geheimnisvoller wirken ließ.




Der wunderschöne Wald begleite uns bis ganz nach unten. Um… Ja, um den letzten finalen Anstieg des Tages in Angriff zu nehmen. Der Hordtberg mit einem der ältesten Hörfunksender in Deutschland. Ich spreche natürlich vom Langenberger Sender, welchen wir heute und gestern schon immer wieder im Blick hatten. 1927 in Betrieb genommen funkt er seit mittlerweile über 95 Jahren.


Geschafft und glücklich, alle Anstiege erklommen zu haben, führt der Deilbachsteig uns von dort bergab zum Bahnhof Langenberg zurück. Wir passieren den Kletterwald Langenberg. Dort soll sich auch irgendwo ein Bismarckturm befinden, welchen wir leider nicht gesehen haben.
Und so endete unser großartiges Wanderwochenende dort, wo es am Vortag begann. 🙂
Fazit zum Wandern auf dem DeilbachSteig
Ich gestehe: Müsste ich eine Wertung an die Wandersteige in Essen vergeben, würden sich der Deilbachsteig und der Baldeneysteig den ersten Platz teilen! Es gibt zwar durchaus asphaltlastige Abschnitte, aber die schmalen Wege und verschlungenen Pfade die (immer!) darauf folgen, reißen das (für mich) wieder raus. Der Steig führt durch idyllische Bachtäler, urige Wälder und historische Örtchen. Es tun sich immer wieder tolle Aussichten auf.
Also: Eine ganz klare Empfehlung!
Über die Wandermädels
Bei dieser Wanderung begleiteten mich meine Bloggerkolleginnen Dina von Borderherz mit Hund Riley, Natalie von Outdoor-Familien-Glück mit Hund Panda und Steffi von Reiseziege. Zusammen sind wir die „Wandermädels“.
Ich freue mich schon auf unsere nächste Tour! ❤️
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FAQ zum DeilbachSteig
Der DeilbachSteig beginnt offiziell am Bahnhof in Velbert-Nierenhof. Dort gibt es auch Parkmöglichkeiten sowie eine Anbindung an den ÖPNV. Der Einstieg ist gut ausgeschildert und direkt mit der Bahn erreichbar – ideal auch für eine Anreise ohne Auto.
Der DeilbachSteig ist rund 32 Kilometer lang und kann als Tageswanderung oder in Etappen gelaufen werden. Viele Wander:innen teilen ihn auf zwei Tage auf, da die Strecke einige Höhenmeter enthält und unterwegs viele sehenswerte Stopps bietet.
Ja, der Weg ist sehr gut markiert – mit einer blauen Wellen und drei roten Punkten darüber auf weißem Grund. Dennoch empfiehlt es sich, eine Karte oder eine Wander-App wie Komoot oder Outdooractive mitzunehmen, da manche Wegweiser in bewaldeten Abschnitten leicht übersehen werden können.
Zu den Highlights zählen das Deilbachtal, historische Industriekultur, der Baldeneysee, die Ruine der Isenburg, alte Bahntrassen, schöne Fernblicke sowie idyllische Waldpassagen. Auch kulturelle Orte wie der Lokschuppen Kupferdreh oder die Hespertalbahn liegen in der Nähe
Ja, aber mit Einschränkungen. Der Weg ist technisch nicht schwierig, erfordert aber eine gute Grundkondition, da sich die Höhenmeter über die Strecke verteilen. Für Einsteiger:innen empfiehlt es sich, nur eine Teilstrecke zu gehen oder den Steig auf zwei Tage aufzuteilen.
Ja, entlang des DeilbachSteigs findest du verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten – vor allem in den Orten Velbert, Essen-Kupferdreh und Hattingen. Es gibt kleinere Hotels, Pensionen sowie Ferienwohnungen. Wer die Tour in zwei Etappen laufen möchte, kann z. B. in Essen-Kupferdreh oder Nierenhof gut übernachten. Frühzeitiges Buchen ist empfehlenswert, besonders an Wochenenden oder in den Ferien.










2 Comments
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