Mittelrheintal RheinBurgenWeg

RheinBurgenWeg, Etappe 1 (Nord-Süd): Wanderung von Rolandseck bis Remagen

RheinBurgenWeg Etappe 1: Aussicht auf den Rhein vom Rolandseck aus

Zuletzt aktualisiert am 23. Dezember 2025

Die Rheinburgenweg Etappe 1 (Nord-Süd) führt von Rolandseck nach Remagen. Wir starten den Fernwanderweg bewusst in diese Richtung – denn so steigert sich die Landschaft mit jeder Etappe. Auf rund 16 km erwarten dich Ausblicke auf das Rheintal, ruhige Waldpfade und ein geschichtsträchtiges Ziel. In diesem Beitrag zeige ich dir die Highlights und hilfreiche Tipps zur Anreise und Orientierung.


RheinBurgenWeg Etappe 1 (Nord-Süd): Rolandsbogen bis Remagen – Fakten

🎯 Start: Bahnhof Rolandseck (Parken: Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Hans-Arp-Allee 1, 53424 Remagen)
🎯 Ziel: Bahnhof Remagen (Parken: Am Bahnhof)
🔙 Rückweg zum Start: Mit dem RB 26 in 6 Minuten von Bf. Remagen nach Bf. Rolandseck

🎒 Länge: 16 km inkl. Zuweg
⏱️ Gehzeit: ca. 4,5 Stunden
⚖️ Schwierigkeit: mittel
🏔️ Höhenmeter bergauf: 355
🏔️ Höhenmeter bergab: 427

🍽️ Einkehr-Tipp: Am Ende der Tour lohnt sich ein Besuch im urigen Kaffeehaus Remagen, Marktstraße 78. Liebevoll eingerichtet, täglich bis 17 Uhr geöffnet (Montags geschlossen).

🎉 Highlights: Start am historischen Rolandsbogen, Rheinpanorama, Naturpfade durch ruhige Wälder, Wald- und Wildpark Rolandseck, Ziel mit Geschichte: Remagen und die Brücke von Remagen

Wanderbericht Rheinburgenweg Etappe 1 (Nord-Süd): Von Rolandseck nach Remagen

Es ist ja immer aufregend, wenn ein neues Wanderprojekt beginnt… Und am 19. Januar 2020 war es endlich soweit: Wir starteten mit der Rheinburgenweg Etappe 1 – von Rolandseck nach Remagen! 🌞
Die Ruhrpottler gönnten sich ein 5er-Ticket und reisten mit der Bahn an, das Kölner 5er-Ticket trafen wir beim Umsteigen. Am Bahnhof in Rolandseck versammelten sich schließlich 17 gut gelaunte Wanderer, die sich mit mir auf den Weg machten.

Schon bei unserer Ankunft lag dichter Nebel über dem Mittelrheintal – eine fast mystische Stimmung. Doch bevor wir richtig in die erste Etappe des Rheinburgenwegs einsteigen konnten, führte uns ein Zuweg zunächst hinunter zum Rhein und schließlich hinauf zum Rolandsbogen, dem offiziellen Startpunkt der Route.

RheinBurgenWeg wandern: Alle Etappen, Tipps & Highlights

Du planst, den gesamten RheinBurgenWeg zu wandern? In dieser Gesamtübersicht bekommst du wertvolle Tipps zur Planung deiner Fernwanderung und erfährst, was dich auf dem RheinBurgenWeg erwartet.

RheinBurgenWeg wandern: Loreleyblick an der Traumschleife

Zuweg zur Etappe 1: Vom Arp Museum zum Rolandsbogen

Der Künstlerbahnhof Rolandseck beherbergt das Arp-Museum, für das allerdings keine Zeit blieb. Wir folgten dem Zuweg hinunter zum Rhein, warfen einen Blick auf die Fähre Honnef und spazierten flussabwärts bis zum Freiligrath-Denkmal. Auf diesem Abschnitt entdeckten wir bereits die erste Burg: Haus Humboldtstein.

Vom Monument aus führte uns der Weg links den Hang hinauf – steil und bei diesem Wetter extrem rutschig –, bis wir schließlich am Rolandsbogen ankamen. Von dort aus begann unsere eigentliche Wanderung auf dem Rheinburgenweg – mit 15 km voller Waldwege, Ausblicke und Natur.

Gruppenwanderung auf dem Fernwanderweg
Wandergruppe an der Aussichtsplattform Rolandseck
Die Überreste der Burg Rolandseck
Ruine Rolandsbogen am RheinBurgenWeg

Startpunkt am Rolandsbogen – Rheinburgenweg Etappe 1 (Nord-Süd)

Am offiziellen Startpunkt der Rheinburgenweg Etappe 1, der Ruine Rolandsbogen, wollten wir eigentlich von der Aussichtsplattform einen letzten Blick auf den Drachenfels werfen – dort hatte 2019 unser Wanderprojekt auf dem Bergischen Weg geendet. Doch der Wettergott hatte andere Pläne: Der Drachenfels lag komplett im Nebel.

Stattdessen genossen wir die Aussicht in die entgegengesetzte Richtung – auf das spektakuläre Wolkenspiel über dem Mittelrheintal und das Kloster auf der Insel Nonnenwerth, das direkt vor uns im Rhein lag.

RheinBurgenWeg Etappe 1: Mittelrheintal bei Insel Nonnenwerth
Aussicht vom Rolandsbogen

Geschichte am Wegesrand: Rolandsbogen

Mit dem Rolandsbogen erreichten wir die nördlichste Burgruine in Rheinland-Pfalz. Die ehemalige Burg Rolandseck wurde bereits 1122 erbaut – gemeinsam mit dem Frauenkloster auf Nonnenwerth. Nach ihrer Zerstörung durch Krieg und Erdbeben stürzte die Burg 1839 vollständig ein. Der Dichter Ferdinand Freiligrath initiierte daraufhin eine Spendenaktion, um zumindest einen Teil wieder aufzubauen. So entstand der heutige Fensterbogen, der als Ruine erhalten ist – und der dem Ort seinen Namen gibt.

Rathsturm & ruhige Waldpfade: Eindrücke unterwegs

Von hier aus wanderten wir weiter bergauf. Wir überquerten eine kleine mittelalterliche Brücke und entdeckten wenig später einen Turm mitten im Wald – den Rathsturm. Dabei handelt es sich um einen neugotischen Bruchsteinbau aus dem Jahr 1848, der zu Wohnzwecken errichtet wurde. Gar nicht so einfach, etwas über dieses Gebäude herauszufinden – er wird in den meisten Quellen kaum erwähnt.

Etappe 1: Brücke bei Rolandsbogen
Brücke am Rathsturm

Hinter dem Turm bogen wir links ab und wanderten an Feldern vorbei weiter in lange, ruhige Waldpassagen. Ein bisschen schade fand ich, dass wir auf der ersten Etappe des Rheinburgenwegs nicht so viele Ausblicke auf das Mittelrheintal hatten – das hatte mir allerdings ein Vögelchen schon vorher gezwitschert. 😉

Trotzdem genossen wir die Ruhe, die frische Luft und die schöne Umgebung. Der Start auf dem Rheinburgenweg fühlte sich genau richtig an.

Wildpark Rolandseck – Tierbeobachtungen auf Etappe 1

Einige Zeit später erreichten wir die großen Freigehege des Wald- und Wildparks Rolandseck, der direkt am Weg der Rheinburgenweg Etappe 1 liegt. Im ersten Gehege konnten wir Wildschweine beobachten – ganz entspannt hinter dem Zaun, aber dennoch beeindruckend nah.

Nachdem wir eine kleine Anhöhe erklommen hatten, entdeckten wir ein weiteres Areal mit Damwild und anderen größeren Wildtierarten. Besonders schön: Trotz des Nebels wirkten die Tiere völlig unbeeindruckt und gaben dem Abschnitt eine ganz eigene Stimmung.

Der Wildpark ist aktuell zwar geschlossen – er öffnet jedes Jahr ab dem 15. März wieder –, aber auch außerhalb der Öffnungszeiten lässt sich ein Blick auf die Tiere erhaschen.

Wald- und Wildpark Rolandseck

Der Wildpark Rolandseck ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Naturfreunde in der Region. Neben Rot- und Damwild können dort auch Wildschweine, Ziegen und Esel beobachtet werden. Der Eintritt kostet 8 € für Erwachsene, 4 € für Kinder. Geöffnet ist der Park meist von Mitte März bis Mitte November. (Stand: November 2025)

Aussicht über Remagen & Apollinariskirche – das Finale der Rheinburgenweg Etappe 1

Kurz vor dem Ende der Rheinburgenweg Etappe 1 stiegen wir über einen teils felsigen, matschigen Pfad zur Aussichtsplattform oberhalb der St. Apollinariskirche ab. Hier hielten wir uns lange auf und bestaunten das Panorama über Remagen – ein toller Moment zum Innehalten.

Nach dem Abstieg erreichten wir die Wallfahrtskirche selbst. Vom Friedhof aus entdeckten wir einen weiteren beeindruckenden Aussichtspunkt sowie einige alte Gruften mit mittelalterlichem Charakter.

RheinBurgenWeg Etappe 1: Statue in Remagen
Statue an der Apollinariskirche
RheinBurgenWeg Etappe 1: Ausblick von St. Apollinaris
Aussichtsplattform an der St. Apollinariskirche

Geschichte am Wegesrand: Apollinariskirche

Die Apollinariskirche thront auf dem Apollinarisberg und zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten der Neugotik im Rheinland. Beim Bau orientierte man sich an Vorbildern des Architekten Karl Friedrich Schinkel, wie etwa der Alexander-Newski-Kirche in Sankt Petersburg. Um das Jahr 1855 herum begann mit diesem Bauwerk die Wiederentdeckung neugotischer Architektur in der Region.

Einkehr am Ziel – Café-Tipp in Remagen

Auch wenn das Wetter nicht perfekt war, blieben wir auf den rund 15 Kilometern der ersten Etappe des Rheinburgenwegs größtenteils trocken – nur der Matsch klebte uns bis in die Kniekehlen. 😄

Am Bahnhof Remagen endete unsere Wanderung offiziell. Von dort schlenderten wir noch ein Stück in die Stadt und ließen den Tag gemütlich im urigen Kaffeehaus Remagen (Marktstraße 78) ausklingen – ein echter Geheimtipp für alle, die es authentisch und liebevoll mögen.

Nächste Etappe: Von Remagen nach Bad Breisig

Nach unserer Ankunft in Remagen und einer wohlverdienten Pause im Kaffeehaus ging es für uns bald weiter mit dem RheinBurgenWeg, Etappe 2. Diese führt von Remagen nach Bad Breisig – eine abwechslungsreiche Strecke mit tollen Aussichten, ruhigen Waldwegen und und der wohltuenden Römer-Therme am Ziel.

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RheinBurgenWeg wandern: Loreleyblick an der Traumschleife

FAQ zum RheinBurgenWeg Etappe 1 (Nord-Süd), Rolandsbogen bis Remagen

Wo startet die erste Etappe des RheinBurgenWegs?

Die erste Etappe startet in der Laufrichtung Nord nach Süd am Rolandsbogen bei Remagen-Rolandseck. Das ist der offizielle Einstiegspunkt des RheinBurgenWegs – mit herrlichem Panoramablick auf den Rhein und den Drachenfels.

Tipp zur Laufrichtung:
Du kannst den RheinBurgenWeg theoretisch auch in Süd-Nord-Richtung wandern – dann beginnt die erste Etappe in Bingen und führt nach Trechtingshausen.
Ich empfehle dir aber die Nord-Süd-Variante, weil du so das landschaftlich spektakulärere Obere Mittelrheintal mit seinen Burgen, Weinbergen und der Loreley am Ende deiner Tour erlebst – als krönenden Abschluss!

Wie lang ist Etappe 1 und wie viele Höhenmeter hat sie?

Die Etappe ist etwa 15 km lang, mit rund 330 Höhenmetern im Aufstieg und 420 Metern im Abstieg. Sie gilt als leicht bis mittelschwer, ideal zum Einwandern. Die Strecke führt durch Wälder, über offene Höhen und immer wieder mit Blick auf den Rhein.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten oder Pausenplätze entlang der Strecke?

Ja, entlang der Strecke findest du mehrere Möglichkeiten für Pausen. Besonders schön ist die Einkehr direkt am Rolandsbogen-Restaurant zu Beginn – mit toller Terrasse. In Remagen am Ziel gibt es außerdem viele Cafés, Restaurants und Imbisse für den Abschluss deiner Tour.

Ist Etappe 1 auch für Tageswanderer geeignet?

Auf jeden Fall. Die Strecke ist ideal als Tageswanderung, auch für Einsteiger. Dank guter Anbindung an den ÖPNV (z. B. RE 5, RB 26) kannst du sowohl Start als auch Ziel bequem mit dem Zug erreichen. Auch ein Start in Remagen mit Aufstieg zum Rolandsbogen ist möglich.

Was ist das Highlight der ersten Etappe?

Ganz klar: Der Rolandsbogen mit seiner Aussichtsplattform! Von dort hast du einen der schönsten Blicke auf den Rhein und den Drachenfels auf der gegenüberliegenden Seite. Außerdem wanderst du durch abwechslungsreiche Natur mit Rheinblick, Feldern und kleinen Waldpassagen.

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