Mittelrheintal RheinBurgenWeg

RheinBurgenWeg, Etappe 4 (Nord-Süd): Wanderung von Andernach nach Bassenheim

Leuchtend roter Mohn entlang der Felder auf RheinBurgenWeg Etappe 4

Zuletzt aktualisiert am 11. Januar 2026

Der RheinBurgenWeg, Etappe 4 (Nord-Süd) bietet vor allem eins: Weite Ausblicke und (je nach Wetterlage) eine extra Portion Sonne. Die Strecke von Andernach bis Bassenheim ist technisch leicht zu gehen, kann aber bei Hitze zur Herausforderung werden. Denn: Es gibt kaum Schatten und keine Einkehrmöglichkeiten. Sonnenschutz und ausreichend Wasser sind also Pflicht! In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine Wanderung – mit GPX-Track, Tipps und ganz viel Mohn am Wegesrand.


RheinBurgenWeg Etappe 4: Andernach bis Bassenheim – Alle Fakten

🎯 Start: Bahnhof Andernach (Parken: Bahnhofstraße 39, 56626 Andernach)
🎯 Ziel: Bassenheim (Haltestelle: Bassenheim, Kirche)
🔙 Rückweg zum Start: Mit dem Bus 350 bzw. 359 nach Koblenz Hbf (ca. 30 Min.), von dort mit dem RB 26/RE 5 zum Bahnhof Andernach (ca. 15 Min.)

🎒 Länge: 13,5 km + ca. 3 km Zuweg in Andernach
⏱️ Gehzeit: ca. 4 Stunden
⚖️ Schwierigkeit: leicht
🏔️ Höhenmeter bergauf: 250
🏔️ Höhenmeter bergab: 200

🍽️ Einkehr-Tipp: Am Ende der Tour in Bassenheim gibt es die „Bäckerei Lohner“
🎉 Highlights: weite Aussichten ins Hinterland

🛏️ Übernachtung: Weingasthaus zum Fährhof (Winningen)
🥪 Verpflegung am nächsten Tag: Lunchpaket in der Unterkunft, Winningen

RheinBurgenWeg, Etappe 4 (Nord-Süd): Start in Andernach – dein Weg nach Bassenheim

Ich stand mit meinem ersten Kaffee auf dem Balkon des Hotels und blickte direkt auf Gevatter Rhein. Links zogen langsam die Wolken auf, rechts dominierte eine dunkle Wand aus Grau. Andernach lag wie abgeschnitten von der Außenwelt.

„Gibt es hier jemals schönes Wetter?“ – dachte ich noch, bevor ich mich auf mein Zimmer begab, meine Sachen zusammenpackte und nach einem leckeren Frühstück durch das mächtige Rheintor aufbrach.

150 km to Goal.

Der Zuweg zur vierten Etappe des RheinBurgenWegs führte zunächst rund 3 km bergan – ein kleiner Vorgeschmack auf die langen Feldpassagen, die mich heute erwarten würden. Mein Ziel war ambitioniert: Ich hatte mir nicht nur die vierte, sondern gleich auch die fünfte Etappe vorgenommen – rund 30 km bis nach Winningen an der Mosel.

Weite Felder bei Andernach auf dem RheinBurgenWeg Etappe 4
Start der RheinBurgenWeg Etappe 4 mit Blick auf Andernachs Felder

RheinBurgenWeg Etappe 4: Über Feldwege, Mohnblumen und Hitze

Wie der Teufel es wollte, riss der Himmel plötzlich auf – und die Sonne knallte gnadenlos vom Himmel, kaum dass ich den Schotterweg in Richtung Felder betrat. Theoretisch freute ich mich über das gute Wetter. Praktisch? Sollte es eine echte Herausforderung werden…

Denn: Der RheinBurgenWeg verläuft auf dieser Etappe fast durchgehend über offene Feldwege – Schatten? Fehlanzeige.

Zunächst war ich noch begeistert. Zwischen den Getreidefeldern wuchs leuchtend roter Mohn (MOHN! ❤️) und andere Wildblumen. Ich passierte einen alten Steinbruch, genoss den freien Blick über das Land – wunderschön.

Doch mit jeder Stunde wurde die Sonne stärker. Der fehlende Schatten machte sich zunehmend bemerkbar – das Gehen wurde anstrengend.

Durch die Hitze bis Bassenheim: Schatten, Nette und Todeszone

Bei Miesenheim wanderte ich ein kurzes Stück entlang der Nette – ein kleines Highlight, denn der Weg verlief endlich mal nicht in der prallen Sonne. Kurz darauf erreichte ich Obstplantagen, wo ich im Schatten eines kleinen Baumes eine wohlverdiente Pause einlegte.

Am liebsten wäre ich einfach liegen geblieben. Aber es half nichts: Ich musste wieder los – zurück auf den Feldweg und zurück in die Hitze.

Übrigens: Wenn du selbst davon träumst, mutiger und mit mehr Leichtigkeit durchs Leben zu gehen – ich begleite dich gern dabei.

In meinem Coaching arbeite ich mit Menschen, die sich (wieder) selbst vertrauen wollen. Vielleicht ist das genau der erste Schritt für deine eigene Wanderung – innerlich oder äußerlich.

Nach weiteren fünf Kilometern, durch gleißendes Licht und ohne nennenswerte Schattenplätze, kam ich erschöpft in Bassenheim an. Dort war für mich Schluss.

Eigentlich hatte ich geplant, bis nach Winningen durchzuwandern. Doch mein Körper sagte klar: nein.

Wer schon einmal bei den Ultrawanderungen auf dem Kölnpfad unterwegs war, weiß, was ich meine, wenn ich hier das Wort „Todeszone“ benutze …

Die „Todeszone“ bezeichnet einen Abschnitt auf dem Kölnpfad, auf dem es ebenfalls rund 15 km über offenes Feld geht. Da die Ultrawanderungen im Sommer stattfinden, ist es in der Regel sehr heiß, daher ist dies die Stelle mit der höchsten Ausstiegsrate. Die Todeszone!

Von Bassenheim nach Winningen: Rückfahrt, Koblenz-Stopp & Übernachtungstipp

In Bassenheim entdeckte ich sofort die Bushaltestelle, von der aus der Bus nach Koblenz fährt – sehr praktisch! In Koblenz nutzte ich die Gelegenheit für einen kurzen Supermarkt-Stopp, einen kleinen Spaziergang bis zum Rhein und einen Blick auf die Burg, in der ich am nächsten Tag übernachten würde. 😊

Dann ging’s weiter mit der Bahn nach Winningen. Ich war noch nie zuvor an der Mosel – und war sofort begeistert von diesem schönen Fleckchen Erde. ❤️

Winningen: Weinort mit Charme und Lautsprechern

Winningen selbst hat mich komplett überrascht. So ein hübscher, historischer Weinort – mit schmalen Gassen, alten Häusern und einer Besonderheit: dem Ortsrundfunk von Winningen (Tipp: unbedingt reinhören!). Rund 200 Lautsprecher im ganzen Ort übertragen mehrfach täglich die wichtigsten Dorfnews. Ich fand’s großartig – und irgendwie urig.

Übernachtung in Winningen: Mein Tipp

Da ich ursprünglich zwei Etappen wandern wollte, hatte ich meine Unterkunft bereits vorab gebucht – und zwar im Weingasthaus zum Fährhof. Sehr empfehlenswert! Dort konnte ich nicht nur entspannt übernachten, sondern mir am nächsten Morgen auch ein reichhaltiges Lunchpaket zusammenstellen.

Nach der heißersehnten Dusche und einem leckeren Abendessen mit Wein machte ich noch einen kleinen Rundgang durch den Ort.

Ach ja: Die Frage, ob es auf dem RheinBurgenWeg auch mal schönes Wetter gibt? Etappe 4 hat sie eindrucksvoll beantwortet. ☀️

Nächste Etappe: Von Bassenheim bis Winningen

Die vierte Etappe war in vielerlei Hinsicht ganz anders als die dritte – deutlich offener, heißer und landschaftlich weniger abwechslungsreich. Der Kontrast zur RheinBurgenWeg Etappe 3 (Bad Breisig bis Andernach) war spürbar.

Der nächste Abschnitt, RheinBurgenWeg Etappe 5, führt dich aus dem Hinterland langsam in Richtung Mosel. Eine landschaftlich reizvolle Strecke – aber ich bin sie nicht direkt am nächsten Tag gelaufen, sondern habe sie erst einige Wochen später nachgeholt.

Stattdessen startete ich am folgenden Morgen in Winningen mit RheinBurgenWeg Etappe 6.

➡️ Hier findest du eine komplette Übersicht über alle Etappen des RheinBurgenWegs – inklusive GPX-Tracks, Etappenlängen, Highlights und Tipps für Unterkünfte.


Übrigens: Wenn du selbst davon träumst, mutiger und mit mehr Leichtigkeit durchs Leben zu gehen – ich begleite dich gern dabei.

In meinem Coaching arbeite ich mit Menschen, die sich (wieder) selbst vertrauen wollen. Vielleicht ist das genau der erste Schritt für deine eigene Wanderung – innerlich oder äußerlich.

FAQ zum RheinBurgenWeg Etappe 4 (Nord-Süd), Andernach bis Bassenheim

Wie lang ist Etappe 4 des RheinBurgenWegs und wie viele Höhenmeter sind zu bewältigen?

Etappe 4 ist etwa 13,5 Kilometer lang und zählt damit zu den kürzeren Etappen des RheinBurgenWegs. Du bewältigst rund 330 Höhenmeter im Aufstieg und 220 Meter im Abstieg – eine entspannte Tagesetappe, ideal zur Regeneration nach der fordernden Etappe 3.

Welche Landschaft erwartet mich zwischen Andernach und Bassenheim?

Diese Etappe führt dich durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Feldern, Wiesen und kleinen Wäldern. Du verlässt nach und nach das Rheintal und wanderst Richtung Vordereifel. Besonders schön sind die weiten Ausblicke, die du in den offenen Bereichen genießen kannst.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke?

Entlang der eigentlichen Strecke gibt es nur wenige Einkehrmöglichkeiten, da du hauptsächlich durch ländliche Gegend wanderst. In Andernach (Startpunkt) und Bassenheim (Etappenziel) findest du aber mehrere Bäckereien, Restaurants und Supermärkte.

Tipp: Nimm dir Proviant und ausreichend Wasser für unterwegs mit – es gibt schöne Stellen zum Picknicken mit Aussicht.

Wie ist die Wegbeschaffenheit auf dieser Etappe?

Die Wege sind gut begehbar und verlaufen größtenteils auf Forst- und Feldwegen sowie einigen naturnahen Pfaden. Technisch ist die Etappe nicht anspruchsvoll, du brauchst also keine besondere Ausrüstung – normale Wanderschuhe reichen vollkommen aus.

Ist diese Etappe auch für Einsteiger geeignet?

Ja, Etappe 4 eignet sich sehr gut für Wanderanfänger oder Genießer, die eine ruhigere Strecke bevorzugen. Sie ist auch eine gute Option, wenn du den RheinBurgenWeg nicht komplett, sondern in Teilabschnitten wanderst – z. B. an einem Wochenendtag oder zum Reinschnuppern.

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