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Traumschleife Mittelrhein: Wandern im UNESCO-Weltkulturerbe

Traumschleife Mittelrhein

Erst als ich den GPX-Track zu dieser Tour suchte, stellte ich fest, dass die „Traumschleife Mittelrhein“ für „Deutschlands Schönster Wanderweg 2022“ nominiert ist. Und nur 24 Stunden später wusste ich: Völlig zu Recht. Begleitet mich auf die großartige Wanderung im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal und lasst euch begeistern! 🙂

Länge:15,5 km (inkl. Zuweg)
Aufstieg:590 m
Abstieg:590 m
Route:Spitzer Stein - Niederburg - Loreleyblick - St. Goar - Spitzer Stein
Schwierigkeit:mittel
Reine Gehzeit:3,5 Stunden
Start/Ziel:St. Goar (Parken: Wanderparkplatz "Spitzer Stein", K97, 56329 St. Goar)
GPX-Track:

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Das Osterwochenende stand vor der Tür und das Wetter sollte bombig werden. Einer spontanen Eingebung folgend buchte ich mich auf der historischen Burg Stahleck in Bacharach ein und schon ging es los. ❤️ Für die erste Wanderung suchte ich die „Traumschleife Mittelrhein“ aus. Sie ist noch relativ neu und wurde erst 2021 angelegt. So stoppte ich auf der Fahrt nach Stahleck in St. Goar am „Spitzen Stein“ und machte mich auf den Weg.

In luftiger Höhe: Aussichtsturm und Felsen „Spitzer Stein“

Vom Parkplatz aus erreichte ich den „Spitzen Stein“ nach 500 m. Zuerst entdeckte ich aber den imposanten ca. 16 m hohen Aussichtsturm: Wow! Natürlich stieg ich sofort hoch, um oben festzustellen „Oh nein, der Turm wankt!“. Es war relativ windig an diesem Tag. 🙂 So gab es nur ein schnelles, beinahe wackeliges Foto und ich trat umgehend den Rückzug an.

Auf die Traumschleife startete ich allerdings nicht, ohne vorher auch auf die namensgebende Felsformation zu klettern. Immerhin stand ich hier deutlich sicherer und genoss ebenfalls die Aussicht! 🙂 An dieser Stelle startet übrigens auch das „Traumschleifchen Spitzer Stein“. Mit nur 7 km ist sie eine etwas abgespeckte Version der großen Runde.

Ausblick auf „Vater Rhein“ und die „Stadt der Türme“

Über den Bergrücken und ein hübsches Wäldchen führt der Wanderweg auf Felder und Richtung Niederburg. Am Rande des Dorfes erwartet mich ein großer Pausen- und Erholungsplatz. Es gibt eine Schutzhütte, einen Brunnen, eine „Wetterstation“, ein Kneippbecken, ein Insektenhotel und einiges mehr. Schade, dass ich noch nicht lange unterwegs bin! 🙂 Dahinter führt die Traumschleife Mittelrhein hügelig und mit weiten Blicken ins umliegende Land weiter.

Schließlich erreiche ich den Klüppelberg, von wo aus ich das erste Mal auf den Rhein schaue. Und obwohl ich gerade erst im Mittelrheintal angekommen bin, nimmt es mich sofort wieder gefangen. ❤️ Direkt neben dem Fluss fällt mir die prächtige (Liebfrauen)Kirche ins Auge.

Natürlich. Es handelt sich um einen der meiner Meinung nach schönsten Orte im linksrheinischen Weltkulturerbe: Oberwesel mit der darüber liegenden Schönburg! Neben der zweiten kleineren Kirche gibt es zahlreiche Türme zu entdecken, deshalb wird Oberwesel auch die „Stadt der Türme“ genannt.

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Nur wenige Meter weiter entdecke ich ein Wildgehege, in dem eine ganze Herde Wild völlig gechillt in der Sonne liegt und steht. ❤️ Auch hier kann ich mich kaum losreißen … Kurze Zeit später treffe ich auf das „Rote R“, die Markierung für den RheinBurgenWeg und kann die „Wiedersehensfreude“ kaum bändigen. Der nun folgende Teil ist mir noch gut im Gedächtnis.

An der Hangkante zum Aussichtspunkt Loreley

Zunächst könntest du einen Abstecher zum wirklich hübschen Günderodehaus unternehmen. Hier wurde einst ein 6-teiliger Film gedreht, für dessen Handlung das Haus im Hunsrück abgetragen und im Laufe des Films oberhalb von Oberwesel wieder aufgebaut wurde. Da ich bereits dort war, lasse ich es links liegen. Heute befindet sich ein Filmmuseum in dem Haus.

Unterhalb des Gründerodehaus startet der Oelsbergsteig. Es handelt sich um einen leichten Klettersteig – den ich leider noch nicht gegangen bin. Die Traumschleife Mittelrhein führt nun über den sogenannten Trollweg, hier finden sich einige lustige Trollfiguren aus Metall am Wegesrand.

Kleiner Tipp: Ein auf der Bank sitzender Troll lädt zum Dazusetzen und Selfie schießen ein … Tut es nicht! 😀 Schwarz-gelbe Insekten fanden in dem Troll einen hervoragenden Nistplatz.

Der Wanderweg führt nun über ein Feldstück mit Aussicht. Eine „Vogelscheuche“, ein Teil des Skulpturenparks Oberwesel, befindet sich auf dem Feld. Ich passiere den Ausblickspunkt Maria Ruh und wandere langsam wieder bergan.

Kurz darauf taucht rechts der „Büttenplatz“ mit einer schönen große Schutzhütte auf. Hier kommt der Klettersteig wieder aus. An der Hangkante entlang führt die Traumschleife Mittelrhein weiter bis zum Aussichtspunkt Loreleyblick. Frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“ ist die Aussicht auf den Rhein, das Umland und den sagenumwobenen Felsen einfach großartig!

Tipp: Ich stellte schon vor zwei Jahren fest, dass es kurz vor dem offiziellen Aussichtspunkt einen Pausenplatz mit zwei Bänken gibt. Von hier aus siehst du das Felsmassiv noch viel besser und es ist auch deutlich weniger los! 🙂

Wald, Burgen und Mittelrhein-Panorama

Nach dem Aussichtspunkt steige ich etwas auf und ab und wandere kurz darauf über St. Goar an der Hangkante. Die kleine Loreley-Statue im Rhein ist zu erkennen. Ebenso thront die Burg Katz majestätisch auf der anderen Rheinseite. Links von mir entdeckte ich Burg Rheinfels und unter mir erhebt sich St. Goar mit seiner ganzen Pracht.

Über St. Goar verlässt die Traumschleife den RheinBurgenWeg und ich steige über zahllose Treppen hinauf nach Biebernheim. Das hübsche Dörfchen durchwandere ich und staune über die Mischung aus einerseits historischem Ortskern und andererseits hochmodernen (aber schönen) Neubauten am Ortsrand.

Schließlich gelange auf die Felder, die mich zurück zum höchsten Punkt und damit zum „Spitzen Stein“ führen. Auch hier genieße ich den weiten Rundumblick und denke immer wieder: Wahnsinn! Es ist nur zu erahnen, dass zwischen mir und dem Ende des Horizonts eine tiefe Schlucht verläuft, durch die der Rhein fließt!

Fazit: Traumschleife Mittelrhein

Die Nominierung als „Deutschlands Schönster Wanderweg 2022“ ist absolut verdient. Die Schleife erscheint mit ihren knapp 15 km zwar kurz, sollte aber keineswegs unterschätzt werden. Die zu überwindenden Höhenmeter sind durchaus anspruchsvoll. Aber hohe Ansprüche erfüllen auch die Wegführung, die Wegmarkierung und natürlich das Panorama des Oberen Mittelrheintals. Ein GPX-Track ist eigentlich nicht nötig.

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