Ausgelatschte Schuhe.

neanderlandSTEIG, Etappe 6: Von Velbert durch das Ruhrtal nach Essen-Kettwig (14 km)

Am letzten Wochenende des Jahres zog es mich mit Dagmar von WandernKöln auf den neanderlandSTEIG. Mit ein paar sportlichen Anstiegen streiften wir durch Wälder und Täler des Ruhrgebiets. Nebelige Suppe begleitete uns, vermieste uns jedoch weder die Laune noch die Aussicht.

Durch das Ruhrtal von Velbert nach Essen-Kettwig

Dagmar von WandernKöln plante und organisierte die Wanderung und verlängerte die Etappe für uns auf knapp 20 km. Deshalb starteten wir bereits am S-Bahnhof in Essen-Werden und gingen von dort in Richtung Velbert und auf den neanderlandSTEIG. Eric und ich verlängerten die von Dagmar geplante Tour noch einmal und machten einen Runde daraus. Wer den Rundweg wandern möchte, kann direkt am S-Bahnhof in Essen-Werden parken.

Essen-Werden

Zu Beginn spazierten wir am Rande der historischen Altstadt Werden. Wir sahen hübsche alte Gebäude und Fachwerkhäuser. Die ehemalig eigenständige Abtei-Stadt Werden gehört seit 1929 zu Essen und liegt in dessen Süden an der Ruhr und am Baldeneysee. Schon nach ein paar Schritten erwarteten uns die ersten Höhenmeter. Wir stiegen in den Wald und passieren nach einigen Kilometern den Essener Stadtteil Heidhausen. Bis dorthin ging es stramm bergauf.

Die Durchquerung von Heidhausen war ein bisschen stadtlastig, aber danach gelangen wir direkt wieder „ins Grüne“. Nämlich in den Langenhorster Wald. Hier war erstmal Entspannung angesagt, denn so einige Höhenmeter, die wir bis dahin erklommen hatten, liefen wir nun bergab. 😀

Velbert: Auf den neanderlandSTEIG

Wer hinunter geht, geht auch wieder hinauf: So ließen wir Langenhorst links liegen und marschierten durch das Gehölz daran vorbei. Bei Velbert, in Höhe der Krehwinkler Höfe, trafen wir dann auf den neanderlandSTEIG. Hier hatten wir ca.7 km auf dem Tacho. Der Steig führte uns hinab in das hübsche Bachtal der Rinderbachs auf die Abtsküche zu.

Der offizielle Teil der Wanderung verlief übrigens weitestgehend trocken. Es nieselte zwischendurch etwas, aber das ist nicht der Rede wert. Dennoch waren die Wege und Pfade matschig. So trug es sich zu, dass sich der eine auf den Hintern setzte, während uns der andere mit einer perfekten Rolle talwärts begeisterte. Fotografiert hat das natürlich wieder keiner! Eine Fußreise mit Showeinlagen. 😀

Abtsküche

An der sogenannten Abtsküche erreichten wir den „Abtskücher Teich“. Der neanderlandSTEIG führt eigentlich einmal um das Gewässer herum. Hier lud uns jedoch ein hübscher kleiner Rastplatz zu unserer ersten Pause ein, sodass wir den Stausee nicht umrundeten und stattdessen rasteten. In direkter Nähe befindet sich das Hofcafé Abtsküche und das Museum Abtsküche. Bevor wir weiterziehen konnten, bestaunten wir das niedliche Rapunzel-Türmchen mit dem Haus Hetterscheidt.

Isenbügel

Der Rinderbach begleitete uns noch eine Weile, bis wir schließlich scharf nach links in Richtung Isenbügel abbogen. Ab hier galt es wieder etwas Höhe zu gewinnen und einige von uns legten ein paar kurze Laufeinlagen ein. Ja! Unter anderem bergan! Also: 5 Meter vielleicht? 😀 Wir wanderten an weitläufigen Feldern und begrasten Hügeln vorbei. Wir entdeckten sogar einen Baum, der (bis jetzt) Äpfel trug. Trotz des diesigen Wetters konnten wir zwischendurch weit in die Landschaft schauen.

Essen-Kettwig Stausee

Von Isenbügel aus hatten wir nur noch 5 km bis Essen-Kettwig. Am Pasberg bogen wir erneut in den Wald ein. Der Wiesenbach folgte uns, verhinderte jedoch nicht, dass wir kurz die Orientierung verloren und uns im Kettwiger Wald verirrten. Selbstverständlich fanden wir aber wieder auf den rechten Weg, der uns nochmal mit einem Aufstieg überraschte. Belohnt wurde die Anstrengung mit einer tollen Höhensicht über Kettwig und das Ruhrtal.

Von dem Aussichtspunkt aus, wanderten wir noch ein wenig abwärts auf Kettwig zu und an der S-Bahn Haltestelle Kettwig-Stausee endete die offizielle Wanderung. Die anderen fuhren zurück nach Essen-Werden und die, die nicht genug bekommen konnten (Also: Eric und ich. 😀 ) marschierten ca. 7 km entlang der Ruhr bis zum Ausgangspunkt. Auf dem Weg setzte ein dicker Regenguss ein und so wurden wir ordentlich nass, bevor wir das Auto erreichten.

Ein schöner Tag mit lustigen Leuten und eine richtig tolle Wanderung! Obwohl die Tour quasi direkt vor meiner Haustür liegt, bin ich vorher noch nie auf dem neanderlandSTEIG unterwegs gewesen. 🙂

Die Fakten

Wegbeschaffenheit: überwiegend Waldwege und -pfade (für Kinderwagen nicht geeignet)
Schwierigkeit: Mittel (Der Rundweg von Werden aus: Schwer)

Anfahrt

Start: Velbert-Mitte, Haltestelle Parkstraße oder Postamt, Parkplatz: Von-Böttinger-Straße
Ende: S-Bahnhof Essen-Kettwig, Bushaltestelle Am Strang, Parkplatz: Kleiner P&R am S-Bahnhof

GPS-Karte & -Track

Du kannst Dir die Route als GPS-Track herunterladen oder direkt über Komoot speichern und loswandern.

Die offizielle Etappe 6 des neanderlandSTEIG (14 km):

Der Rundweg von Werden aus über den neanderlandSTEIG (28 km):

(Teil 2 folgt – die Technik spielt leider nicht mit 😉 )

Bei ‚Ausgelatschte Schuhe. Das Wanderblog.‘ schreibt Bina über Wander-, Berg- und Gipfeltouren. Neben Tipps zur Ausrüstung und Planung von Wanderungen, berichtet sie über Reisen und Kurztrips. Sie bloggt seit 2008 auf verschiedenen Plattformen, liebt Kaffee, die Berge und die Natur. Sie ist Texterin und Bloggerin. Hier erfahrt Ihr mehr.

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